Von: apa
Im Fall einer gesunden Frau, der in Linz fälschlicherweise die Gebärmutter entfernt wurde, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung weiter ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Linz bestätigte am Donnerstag der APA entsprechende Medienberichte. Ihr Anwalt hatte auch eine Anzeige wegen Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht eingebracht, diese Angelegenheit werde aber nicht weiterverfolgt.
Die Staatsanwaltschaft habe die Anzeige geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass keine Ermittlungen im Fall der Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht eingeleitet werden sollen. Bei der Sachverhaltsdarstellung sei dem Kepler Universitätsklinikum Linz (KUK) vorgeworfen worden, geschützte Patientendaten an eine oberösterreichische Zeitung weitergegeben zu haben. Diese Anzeige habe jedoch die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen “unbekannte Täter” ins Rollen gebracht, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Man sei hier noch am Anfang und es lägen noch keine Ergebnisse vor.
Falsche Krebsdiagnose führte zu Operation
Aufgrund einer Krebsdiagnose war im Sommer 2025 am Kepler Universitätsklinikum der Frau die Gebärmutter entfernt worden. Bei einer routinemäßigen neuerlichen Überprüfung stellte sich heraus, dass es kein Tumorgewebe gab. Die Probe sei demnach durch die eines anderen Patienten kontaminiert worden und das Ergebnis deshalb fälschlicherweise positiv gewesen.
Das Uniklinikum hatte direkt nach Bekanntwerden des Falls mitgeteilt, dass aus seiner Sicht kein medizinisches oder rechtliches Fehlverhalten vorliegen würde. Bei der Probe sei es “zu einer äußerst seltenen pathologischen Komplikation” gekommen, was selbst “bei sorgfältigsten Abläufen unter strengsten Qualitätsstandards nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden” könne.




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