Von: luk
Bozen – Im Jahr 2025 haben sich in Südtirol mehr als 11.000 Personen zu den Zweisprachigkeitsprüfungen angemeldet, doch ein Drittel trat gar nicht erst an. Das geht aus aktuellen Daten des ASTAT hervor.
Konkret meldeten sich 11.251 Kandidatinnen und Kandidaten an, 3.615 davon erschienen nicht zum Prüfungstermin. Von den Angetretenen bestand rund die Hälfte die Prüfung: 3.769 Personen schafften den klassischen Zweisprachigkeitsnachweis.
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 6.206 Zweisprachigkeitsnachweise ausgestellt. Ein wachsender Teil davon basiert allerdings nicht auf der klassischen Prüfung: 39,3 Prozent der Zertifikate wurden über einsprachige Prüfungen oder die Anerkennung von Sprachzertifikaten vergeben.
Deutliche Unterschiede je nach Niveau
Die Erfolgsquoten variieren stark je nach Sprachniveau. Während auf dem einfacheren Niveau A2 rund 75 Prozent bestehen, liegt die Quote auf dem häufig geforderten Niveau B2 bei lediglich 39,1 Prozent. Auf den Niveaus C1 und B1 bestehen jeweils etwa die Hälfte der Kandidaten.
Auffällig ist auch: Männer schneiden – mit Ausnahme des Niveaus A2 – leicht besser ab als Frauen, obwohl insgesamt mehr Frauen zur Prüfung antreten.
Junge oft erfolgreicher
Besonders erfolgreich sind jüngere Teilnehmer. So erreichen 14- bis 19-Jährige auf dem höchsten Niveau C1 die besten Ergebnisse. Insgesamt fällt auf, dass die Erfolgsquoten in den vergangenen Jahren gestiegen sind – vor allem auf höheren Niveaus.
Sprachzertifikate mit hoher Erfolgsquote
Deutlich einfacher scheint der Weg über anerkannte Sprachzertifikate: Wer zur einsprachigen Zusatzprüfung zugelassen wird, besteht diese zu 97 Prozent. Auch die Zahl dieser Kandidaten ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
2025 traten insgesamt 1.643 Personen zur einsprachigen Prüfung an, 70 mehr als im Vorjahr. In fünf Fällen wird der Antrag auf Anerkennung des Sprachzertifikats und somit auf Zulassung zur einsprachigen Prüfung abgewiesen.
394 Personen traten zur einsprachigen Prüfung für das Niveau C1 an. Die Erfolgsquote betrug 94,4 Prozent. Auf Niveau B2 legen 947 Personen die Prüfung ab, wovon 97,6 Prozent bestehen. 276 Personen stellen sich der Prüfung auf Niveau B1 und erzielen eine Erfolgsquote von 98,9 Prozent. Weitere 77 Kandidatinnen und Kandidaten absolvieren die Prüfung auf Niveau A2 (Erfolgsquote von 96,1 Prozent).
Insgesamt beträgt die Erfolgsquote der einsprachigen Prüfungen für die Anerkennung von Sprachzertifikaten 97 Prozent.
Ladinisch-Prüfungen mit besseren Ergebnissen
Bei den Prüfungen zur Feststellung der Ladinischkenntnisse liegen die Erfolgsquoten insgesamt höher als bei den klassischen Zweisprachigkeitsprüfungen. Rund zwei Drittel der Teilnehmenden bestehen hier die Prüfung.
Die Zahlen zeigen insgesamt ein gemischtes Bild: Während die Erfolgsquoten steigen, bleiben sowohl die hohe Nichtantrittsquote als auch die Schwierigkeiten auf mittleren Sprachniveaus zentrale Herausforderungen.




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