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Hebt er wieder ab?

Donnerstag, 10. August 2017 | 10:38 Uhr

Bozen – Wenige Tage vor dem Hochunserfrauentag gerät wieder ein alter Bekannter ins Licht der Südtiroler Öffentlichkeit: der Bozner Flughafen.

Seine Geschichte ist mittlerweile Jahrzehnte alt. Seit dem letzten Referendum, das für die Befürworter verloren ging und in dem die Wähler sowohl der Verlängerung der Landebahn als auch der Nutzung öffentlicher Gelder einen Riegel vorschoben, schien es so, als würde sprichwörtlich Gras aus dem Asphalt sprießen. Aber das Nein hat keines der Probleme gelöst. Die Erreichbarkeit bleibt gegenüber den Nachbarn wie Nordtirol weiter der Pferdefuß des Landls. Die Wirtschaft will den Standort Südtirol attraktiver gestalten und dazu ist eine gute und schnelle Erreichbarkeit unabdingbar. Besonders interessiert sind auch die Touristiker, die sich von der gefährlichen Abhängigkeit vom deutschen und italienischen Gast lösen wollen und sich vom Airport einen besseren „Gästemix“ erhoffen.

stnews/ka

Aber die vom Referendum gesteckten Tore sind eng. Kann es einer Seilschaft von Unternehmern gelingen trotz kurzer Startbahn, ohne Steuereuros und unter den Augen der Flughafengegner, die jeden Schritt argwöhnisch beobachten werden, den Flugbetrieb wieder zum Laufen zu bringen? In jedem Fall werden die Interessierten im Herbst Farbe bekennen müssen. Dann wird es sich weisen, ob aus dem Sommertraum der Wirtschaft Nägel mit Köpfen werden oder ob es beim Wachtraum auf der Sonnenliege bleibt.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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29 Kommentare auf "Hebt er wieder ab?"


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denkbar
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Superredner
6 Tage 6 h

Es gibt da ein ganz klares Nein der Bevölkerung, das in einer Demokratie zu respektieren ist. Es geht darum:
dass keine Steuergelder für den Flughafen ausgegeben werden,
dass Lärm- und Umweltbelastung durch Flugverkehr so gering wie möglich gehalten wird,
und es geht um Sicherheitsprobleme – alle Flugzeuge muss über das Stadtgebiet zur Landung ansetzen.
Lieber Politiker, wenn ihr den Willen des Volkes nicht achtet, werden ihr bei den nächsten Landtagswahlen die Rechnung bekommen! Auch in Südtirol!

unter
unter
Tratscher
6 Tage 3 h

@denkbar Punkt eins ist klar, wann zu Punkt zwei und drei ein Referendum abgehalten wurde, kann ich mich nicht erinnern.

Tabernakel
6 Tage 2 h

Wo kann ich denn den Willen des “Volkes” nachlesen?

denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 1 h

@unter Zu den anderen Punkten gab es so viel Feedback von Seiten der Bevölkerung und Protestaktionen, dass klar sein sollte, dass das Nein der Bevölkerung sich auch auf die anderen Punkte bezog – und meine Meinung ist es sowieso.

denkbar
denkbar
Superredner
6 Tage 1 h

@Tabernakel Der Wille des Volkes ergibt sich in diesem Fall aus dem Ausgang des Referendums!

Tabernakel
5 Tage 23 h

@denkbar

Dann hat @unter das ja hervorragend formuliert.


unter
Tratscher
5 h 32 Min
@denkbar Punkt eins ist klar, wann zu Punkt zwei und drei ein Referendum abgehalten wurde, kann ich mich nicht erinnern.

unter
unter
Tratscher
5 Tage 22 h

@denkbar gegen weniger Lärm hat bestimmt keiner etwas, aber das Referendung betraf die öffentliche Beteiligung. Wenn jetzt Private das Ruder in die Hand nehmen, brauch deshalb nicht das Referendum als Grund dagegen verwendet werden. Außerdem war es nach dem Nein zu der öffentlichen Beteiligung nur eine Frage der Zeit, bis sich andere dafür interessieren. Den verschwinden wird der Flughafen sowieso nicht.

denkbar
denkbar
Superredner
5 Tage 19 h

@unter – da hast wohl die Proteste der Anrainer und der Bevölkerung des Unterlands verpasst!!!

denkbar
denkbar
Superredner
5 Tage 19 h

@Tabernakel – Auch Tabernakel hat die vielen Proteste der Anrainer und der vieler Unterlandler verpasst und zwar gegen Lärm und Luftverschmutzung!!!

unter
unter
Tratscher
4 Tage 1 h

@denkbar nein, aber nur weil die Protestiert haben, heißt es noch lange nicht, dass die Mehrheit so denkt. Nur weil fast alle in meinem Umfeld für den Flughafen sind, behaupte ich noch lange nicht, dass die Mehrheit so denkt!

Tabernakel
2 Tage 19 h

@denkbar
Die können protestieren wie sie wollen. Die privaten Unternehmer wollen Kasse machen. Die werden alle gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen. Egal wie viel Lärm. Kannst ja umziehen wenn es zu laut ist. Hinter Salurn ist leiser.

tom
tom
Tratscher
2 Tage 3 h

@Tabernakel
Ganz schön arrogant. Schade, dass man die Einflugschneiße nicht über Schenna legen kann

Tabernakel
2 Tage 2 h

@tom
Warum Schenna? Hast Du dort einen besonderen Hass auf die Anwohner?

tom
tom
Tratscher
2 Tage 1 h

@Tabernakel Habe nichts gegen Schenna. Aber was man selber nicht will, soll man auch niemand anderem gönnen

Ralph
Ralph
Tratscher
6 Tage 15 h

ich würde mal sagen, dass sich private investoren einen professionellen businessplan machen, bevor sie geld ausgeben.
sollte der stimmig sein, steht nichts mehr im wege.
ein unternehmerrisiko bleibt natürlich hängen, das passiert jedem selbständigen.

Tabernakel
6 Tage 14 h
verstopften Autobahnen werden sich die Urlauber z. B. aus Deutschland lieber in den Flieger setzen bevor sie sich 15 Stunden vom Rheinland oder Norddeutschland durch Staus quälen. Die Nein-Stimmer könne sich nun ankreiden lassen, die politische Kontrolle aus der Hand gegeben zu haben. Was die Politik auf Grund des Druckes der nächsten Wahlen beeinflusst hätte, fällt nun auf 0% zurück. Private Unternehmer werden nur nach wirtschaftlichen Erwägungen entscheiden und den Rechtsrahmen voll auskosten.Für die Zukunft bedeutet das mehr Flugzeug = mehr Gewinn. Und das für alle Zeiten. Wenn dann noch irgendwann ein Investor mit Heuschreckencharacter den Airport betreibt dann ist… Weiterlesen »
Robin Hood
Robin Hood
Grünschnabel
6 Tage 6 h

@Ralph

Hatten sich die Investoren von Air Alps keine Experten ins Boot geholt ???

Leider ging, samt Experten, die gesamte Flotte baden und so mancher Unternehmer schwimmt immer noch.

Lernen wir aus den Fehlern und investieren wir in eine reale Zukunft 😁

Tabernakel
6 Tage 2 h

@Robin Hood

Hier wifst Du die Betreiber eines Flughafens mit einer Fluggesellschaft in einen Topf.
Dein Beitrag enthält keine relevante Aussage.

heinold
heinold
Grünschnabel
6 Tage 1 h

@Tabernakel: Daß Unternehmer darüber nachdenken ist nicht verboten. Sehr anstrengend dürfte das Nachdenken nicht sein, denn die unterste Rentabilitätsschwelle liegt lt. EU-Studie bei mindestens 500.000 Passagieren/Anno und das wären bei dieser Landebahn und bei 70% Auslastung ca. 20 Starts/Landungen/Tag. (Innsbruck fertigt über 1 Mio. Passagiere/Anno ab) Kommt da nicht der Onkel aus Amerika, ist dies nicht zu stemmen. Was mir Sorgen macht, ist die verdeckte öffentliche Finanzierung; Einmal durch die Handelskammer, sprich, einer öffentlich rechtlichen Körperschaft mit Zwangsmitgliedschaft und Zwangsgebühren und weiters durch die Gebr. Gostner/FriEl  die sich durch die Öko-Stromumlage in unserer Stromrechnung finanzieren. 

Ralph
Ralph
Tratscher
5 Tage 22 h

@Robin Hood
du schreibst: lernen”wir” aus den Fehlern!!
warst du nei den Investoren?
In welche Zukunft investierst du?

Fakten mein lieber, nicht Floskeln!

Tabernakel
5 Tage 22 h

@heinold
Wen Du mal was andres als alternative Fakten benötigst: http://www.provinz.bz.it/flughafen/downloadbereich.asp

tom
tom
Tratscher
2 Tage 3 h

@Tabernakel
Mallorca hat die Fehler, unter den sie heute leiden, schoin in den 90ern gemacht. Langsam beginnen sie, draus zu lernen, z.B. sind Glasflaschen und Eimersaufen am Strand verboten. In den frühren Morgenstunden wird aufgeräumt und der Strand mit Metalldetektoren nach Dosen und anderen metallischen Gegenständen abgesucht. Auch wollen sie einen Numerus Clausus bei den Ankünften und Mietwagfen einführen.

Tabernakel
2 Tage 2 h

@tom

Genau so ein Fehler war das Nein zur öffentlichen Finanzierung. Das Land und die Bürger haben damit jeglichen Einfluss auf den Flugbetrieb verloren. Der Kapitalismus und Massentourismus hat gewonnen. Sauftirol wird ausgebaut.

tom
tom
Tratscher
2 Tage 1 h

@Tabernakel
Ich habe absolut was dagegen, wenn kit meinem Steuergeld eine dauerhaft defizitäre struktur finanziert wird, von der 99% der Bevölkerung nichts hat. Il Was bitte soll ein flughafen mit einer einzigen verbindung, die nicht mal geschrit funktioniert hat?

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
5 Tage 7 h

Wenn ein neues Referendum zustandekommen würde zur generellen Frage: Flughafen JA – oder NEIN,bin ich überzeugt würde das NEIN überwiegen,was auch gut wäre.Innsbruck ist nahe genug,da gibt es keine Ausreden und Ausflüchte. Flughafen Bozen wäre eine reine LOBBYangelegenheit und sonst garnichts,meine Meinung!

Gagarella
Gagarella
Superredner
3 Tage 6 h

Ein klares ” N E I N” !!!!

tom
tom
Tratscher
2 Tage 3 h

Es braucht zwei EC-Verbindungen am Vormittag und Abend zusätzlich, um die Erreichbarkeit aus dem norden Deutschlands zu erleichtern. Aktuell muss man zweimal Umsteigen (Brenner/Innsbruck). Ist zu umständlich und man verliert Zeit

Tabernakel
2 Tage 2 h

@ Tom

Du denkst also der Hamburger setzt sich 10 Stunden in einen Zug wenn er das ganze in einer Stunde fliegen kann. Damit gewinnt er ganze 2 Urlaubstage.

tom
tom
Tratscher
2 Tage 1 h

@Tabernakel Min. 2h. Plus Einchecken plus fahrt vom/zum flughafen und transfer/fahrt zum Hotel. Wieviel bleibt dann noch von der zeitersparnis übrig? nichts nennenswertes mehr

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