Bio Crime hält dagegen - Tagung in Bozen

Illegaler Tierhandel nimmt zu

Mittwoch, 05. Dezember 2018 | 13:12 Uhr

Bozen – Der illegale Tierhandel nimmt zu, berichten der Direktor des Landestierärztlichen Dienstes Paolo Zambotto und sein Stellvertreter Ernst Stifter. Derzeit decken die Kontrollen nur die Spitze des Eisberges auf. Deshalb gilt es, noch genauere Kontrollen durchzuführen.

Das EU-Projekt Bio Crime engagiert sich gegen den illegalen Handel mit Haustieren. Die transportierten Tiere – Hunde, Katzen, Papageienartige, Reptilien, Zierfische etc. – sind oft zu jung, gesundheitlich angeschlagen und nicht durch Impfungen geschützt und werden unter äußerst bedenklichen Bedingungen transportiert. Legale örtliche Züchter werden durch billige Importe wirtschaftlich geschädigt. Sehr oft wird der Konsument betrogen, da ihm zu den Tieren falsche Tatsachen vorgespielt werden, etwa im Hinblick auf Herkunft und Alter, Gesundheit und Impfung, oder die Welpen werden als einer Aufzucht entstammend deklariert, sind aber in Wirklichkeit Wildfänge. Durch diese gesetzeswidrigen Tätigkeiten können zudem Zoonosen – für den Mensch gefährliche Tierkrankheiten wie Tollwut oder Influenza – und Tierseuchen eingeschleppt werden.

Die heutige Tagung ist mit 130 Teilnehmenden ausgebucht, darunter sehr viele Amtstierärzte und praktische Tierärzte, Biologen, Techniker der Vorbeugung, Carabinieri-, Gerichts-, Forst- und Polizeibeamte, auch die neue Polizei-Chefin von Bozen Annalisa Mongiorgi, sowie Vertreter der Veterinärämter von Innsbruck, Salzburg, Kärnten, Friaul, Trient und des Veneto.

Landeshauptmann Arno Kompatscher dankte zu Beginn der Tagung allen, die sich für die Verringerung des Leids von Tieren einsetzen: Als Grenzregion sei es für Südtirol besonders wichtig, sich zu vernetzen und Wissen und Informationen auszutauschen. Auch Landesrat Arnold Schuler wies auf die Bedeutung des Informationsuastausches hin, der Aufbau eines Netzwerkes zwischen Transitländern und Zielgebieten von illegal gehandelten Tieren sei grundlegend.

Tagungsthemen von Ausbildung bis Darknet

Die Leiterin des Referats Tiergesundheit und Tierschutz in der Europäischen Kommission in Brüssel Eva Maria Zamora Escribano legte Perspektiven und künftige Vorgehensweisen der EU im Tierschutz dar. Professor Jean-Loup Rault vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Veterinärmedizinischen Universität Wien erläuterte die neuesten Erkenntnisse, warum Tiere bestimmte Verhaltensmuster zeigen. Die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien Petra Winter berichtete über eine neue innovative Ausbildung der Tierärzte in Wien.

Christian Piffer, Direktor des Bereichs Tiergesundheit des betrieblichen tierärztlichen Dienstes, und der verantwortliche Tierarzt vom Tierheim Sill Giovanni Lorenzi vom Südtiroler Sanitätsbetrieb beleuchten am Nachmittag mit ihren Kollegen aus Kärnten und Friaul-Julisch Venetien die Handhabung von abgegebenen, aufgefundenen und beschlagnahmten Tieren und ihre Unterbringung. Der Direktor der Postpolizei von Friaul-Julisch-Venetien Giuseppe Panarello referiert über die immer mehr an Bedeutung gewinnende Rolle des Tor-Netzwerkes (zur Anonymisierung von Verbindungsdaten) und des Darknets beim illegalen Tierhandel.

Interreg-Projekt Bio Crime

Das Land Südtirol ist über den Landestierärztlichen Dienst assoziierter Partner des Interreg-Projektes Bio Crime zwischen Italien und Österreich. Das Projekt wurde von den Regionen Friaul-Julisch Venetien und Kärnten als Lead Partner initiiert und zielt darauf ab, den illegalen Haustierhandel zwischen Italien und Österreich besser zu kontrollieren. Diese Regionen sowie auch Südtirol sind nicht nur stark frequentierte Transitregionen, sondern auch Bestimmungsländer des illegalen Tierhandels, der viele Probleme für die Länder mit sich bringt.

Im Rahmen des Projektes wurden zahlreiche Ausbildungskurse für Tierärzte, Förster, Polizeibeamte, Tierschutzpolizisten etc. durchgeführt, um alle Problemfelder des illegalen Tierhandels zu beleuchten. Insbesondere sollen die Kontrollen auf den Transitrouten erhöht und es soll grenzüberschreitend zusammengearbeitet werden, um eine effiziente Bekämpfung des illegalen Handels zu ermöglichen.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Projektes  www.biocrime.org.

Informationen zum Tierschutz, zur Tierkennzeichnung und Registrierung in Südtirol sowie Zahlen zur Tätigkeit des betrieblichen tierärztlichen Dienstes des Südtiroler Sanitätsbetriebes können dem PDF im Anhang entnommen werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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27 Kommentare auf "Illegaler Tierhandel nimmt zu"


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Landschaftspfleger
11 Tage 16 h

Anscheinend gibts beim Tierhandel noch mehr Sauereien als beim Schweineimport aus Holland und Deutschland !?

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 13 h

Tierhandel ist immer eine Sauerei! Deswegen bin ich vegetarier, fast vegan! Bei Menschenhandel würden alle Sturm laufen, aber mit den Tieren kann man ja handeln… Hauptsache der homo sapiens hat sein Vergnügen oder sein tägliches Schnitzel!

kik
kik
Tratscher
11 Tage 13 h

@iuhui

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 8 h

@kik
Mahlzeit 👨‍🍳

Alf-A.Romeo
Alf-A.Romeo
Grünschnabel
11 Tage 7 h

@iuhui
ich ess nur  Fisch
der beste Fisch ist immer noch der Schnitzel

Alf-A.Romeo
Alf-A.Romeo
Grünschnabel
11 Tage 7 h

@kik
ja, das Leben auf dem Land ist einfach geil.
Egal welches Tier man sich aussucht…………
…….mit der richtigen Soßn schmeckt alles lecker
und die Veganer
essen meinem Essen das Essen weg

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 16 h

verstehe nicht wieso der homo sapiens für’s eigene Vergnügen Tiere einsperren muss!! Tiere sind FREI, zumindest die Tiere noch, wenn wir homo sapiens uns schon selbst die Freiheit genommen haben!

Landschaftspfleger
11 Tage 16 h

Gebildete Leute verwenden mittlerweile den Ausdruck “Mensch” 🙌

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 13 h

@Landschaftspfleger
ich unterscheide sehr stark zwischen MENSCH, der denkt, der fühlt, hat Respekt für sich selbst, die anderen, die Tiere und die Umwelt. Jemand der weiss, das sein Leben sich auch auf andere auswirkt. Und HOMO SAPIENS, der lebt ohne zu denken, alles ist für sein Vergnügen da, wurscht ob dafür jemand leiden muss, respektiert nicht die anderen und die Umwelr, und was noch trauriger ist, respektiert nicht ein mal sich selbst!

Staenkerer
11 Tage 9 h

@Landschaftspfleger maaaa, ba einige lossat i de “homo” a no weg oder ersetzat des mit “horror” …

Jefe
Jefe
Tratscher
11 Tage 7 h

@iuhui
dann müssen sie in den Urwald gehen und dort leben…nur mit einem Palmblatt bedeckt…..dort kann man leben wie sie es sich wünschen und nebenbei noch Naturprodukte genießen.

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
10 Tage 13 h

iuhui  der angebliche homo sapens ist zum homo brutalikus verkommen

Jefe
Jefe
Tratscher
11 Tage 16 h

Ja wen wundert es….das machen die sich ja selber…..wenn ich für einen Mini Malteser schon mindestens 800 € hin Blättern muss…dann brauch sulich keiner wundern…wenn die Hunde in Scharen von da drüben kommen….
Aber leider geht es den Leuten in Italien/Südtirol doch nichg so schlecht…wenn sich jeder mit so einem teuren Tier zeigen muss. In den Tierheimen….kann man die umsonst mit nehmen….und einige schauen auch ganz süss drein…..🐕🐕🐕

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 13 h

ich muss auch nur mehr lachen wenn die Leute sich beklagen sie hätten kein Geld, und dabei haben sie eine Zigarette in einer Hand und eine Hundeleine in der anderen…

Staenkerer
11 Tage 8 h

in meiner familie sein zwoa de, über organisationen, streuner von neapel “aboptiert” hobn, nette, aufgeweckte, liebe, mischlinge, de ca. 8, bezw 10 monat olt worn! sie worn geimpft, gecipt und gsund, in boade ging guat und geats jetz no besser!
i hoff das do olles in ordnung isch, das des a seriöse organisation isch, und das de wirklich an ormen tier a guats zu hause gebn hobn, wos ihre obsicht wor!
ps: wos se gezohlt hobn woas i nit, ober sicher nit viel!

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
11 Tage 8 h

@Staenkerer
mit Millionen unschuldige Kleinkinder die alle Jahre verhungern und sterben setzte ich alles für mich machbares auf seriöse Kinderorganisationen.

sonoio
sonoio
Superredner
10 Tage 23 h

@Staenkerer 

i finds grundsätzlich guat wenn man sich an hund richtet, sich sem an bedürftigen zu nemmen anstatt oan fa a zucht! obor in tierheim sill roten sie dir von den a ob, an hund durch a organisation von süden zu adoptiern! Kenn a poor leit de sich die hunde von sizilien oder ebn neapel gnummen hobn, in de geats iaz richtig guat! 

sonoio
sonoio
Superredner
10 Tage 23 h

@iuhui 
ok wir haben verstanden.. du magst hunde nicht! oder decht schiss? bitte halte dich raus aus der diskussion und verurteile die leute nicht, nur weil sie tierlieb sind!

Sued-tiroler
Sued-tiroler
Tratscher
11 Tage 16 h

Kontrollen und Strafen drastisch erhöhen. Auch ist es sehr wichtig  die Katzen verpflichtend mit einen Chip  zu versehen. So wären die Haustiere alle nachvollziehbar und somit Tierschutz und Handel voll kontrollierbar.
 

Evi
Evi
Superredner
11 Tage 3 h

Ganz deiner Meinung. Nur hat sich mein Tierarzt geweigert, meine Katzen zu chippen. Er sagte, Katzen chippt man nicht. Hallo???

Sag mal
Sag mal
Kinig
11 Tage 14 h

die Menschen bräuchten nicht viel Verstand dazu den Tierhandel durch n i c h tkauf zu unterbinden.

enkedu
enkedu
Kinig
11 Tage 10 h

wieder Eu Gelder für so einen Käse…..

Kurt
Kurt
Kinig
11 Tage 10 h

Tierhalter selber schuld! Lieber den Preis nach vollster Transparenz und mit sauberen Papieren seines Lieblingstieres bezahlen als billigere oft traumatisierte und zu junge Tiere über zwielichtige Wege erwerben. Solche Tierfreunde verdienen diesen Namen nicht!!

Blaba
Blaba
Tratscher
11 Tage 8 h

Es gibt genügend seriöse Organisationen, die z.B. Hunde vermitteln, die ansonsten auf der Straße dahin vegetieren würden… die werden von Tierärzten durchgecheckt und gechipt. Außerdem sind diese Mischlingshunde meist auch robuster und weniger krankheitsanfälliger als die (vermeintlichen) Rassetiere… und kosten auch nur eine Spende für den Verein

Paul
Paul
Universalgelehrter
11 Tage 8 h

alle kriminelle Sektoren nehmen drastisch zua ,

sonoio
sonoio
Superredner
10 Tage 23 h

Meiner war gratis! aus’m tierheim! so viel glück gehabt! ein traum von einem hund 😍! 

krakatau
krakatau
Universalgelehrter
10 Tage 13 h

Diese Tierhändler sollte man in ihre Heimat zurückbringen auf die gleiche Weise wie sie die Tiere hergebracht haben und ein lebenslanges Einreiseverbot verhängen. Aber diese Tiere werden teilweise auch über einheimische Illegale “Händler” verkauft. Und : wie du ein Tier behandelst, behandelst du wahrscheinlich auch deine Mitbürger

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