Warnstufe 4

In Südtirol herrscht große Lawinengefahr

Sonntag, 22. Februar 2026 | 08:06 Uhr

Von: mk

Bozen – Abseits gesicherter Pisten ist die Lawinensituation in Südtirol am heutigen Sonntag gefährlich. Laut Lawinenwarndienst herrscht Gefahrenstufe vier auf der fünfteiligen Skala.

Am Samstag fielen zehn bis 20 Zentimeter Schnee, lokal auch mehr. Der Wind verfrachtete den Neuschnee, sodass weitere Triebschneeansammlungen entstanden.

Die Schneedecke ist verbreitet störanfällig. Neu- und Triebschnee überlagern eine schwache Altschneedecke. Schon etwas ältere Triebschneeansammlungen liegen teilweise auf Oberflächenreif. Im unteren Teil der Altschneedecke sind ausgeprägte Schwachschichten vorhanden – vor allem an West-, Nord- und Osthängen oberhalb der Waldgrenze.

Vorsicht sollte man auch im Bereich der Waldgrenze walten lassen. Lawinen können in oberflächennahen Schichten der Schneedecke ausgelöst werden. Die Verhältnisse abseits der Pisten bleiben gefährlich.

Zudem können Lawinen auch in bodennahe Schichten der Schneedecke durchreißen und an West-, Nord- und Osthängen groß werden. Wummgeräusche und Risse beim Betreten der Schneedecke sowie frische Lawinen sind Alarmzeichen und weisen auf die Gefahr hin. Fernauslösungen sind möglich.

Der starke bis stürmische Nordföhn ermöglicht weiterhin spontane Lawinen. Mit der tageszeitlichen Erwärmung und der Sonneneinstrahlung sind außerdem feuchte Lockerschneelawinen möglich – besonders an sehr steilen Hängen.

Bezirk: Bozen

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