Anwohner im Burggrafenamt klagen

Jaufenpass: Unmut über Motorradlärm

Dienstag, 07. April 2026 | 10:32 Uhr

Von: luk

Passeiertal – Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit nimmt auch im Burggrafenamt der Verkehr wieder deutlich zu – und mit ihm die Beschwerden der Bevölkerung. Besonders im Passeiertal, aber auch in Meran, Lana und Tscherms wächst der Unmut über den zunehmenden Motorradlärm.

Im Zentrum der Kritik stehen vor allem Motorräder, die nach Angaben vieler Anwohner nicht nur für erhebliche Lärmbelästigung sorgen, sondern auch das Unfallrisiko erhöhen und zur Luftverschmutzung beitragen. Besonders angespannt ist die Lage im Passeiertal, wo mit dem Frühling der Verkehr über den Jaufenpass spürbar zugenommen hat.

Der Bürgermeister von Riffian, Alexander Turato, bestätigt gegenüber der Zeitung Alto Adige die Situation: Der Verkehr sei für die Bevölkerung belastend, vor allem Motorräder würden zunehmend als störend empfunden. Das Problem sei nicht neu, habe sich aber mit Beginn der Tourismussaison wieder verschärft. Eine nachhaltige Entlastung sei erst mit dem Bau einer Umfahrungs- oder Tunnellösung denkbar. Gleichzeitig betont der Bürgermeister die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region.

Auch in Meran selbst sorgt der zunehmende Motorradverkehr für Probleme. Besonders betroffen sind die Cavourstraße sowie die St.-Georg-Straße, die von vielen Bikern als Teil beliebter Routen Richtung Gampenpass und weiter zum Gardasee genutzt werden. In der St.-Georg-Straße, wo Tempo 30 gilt, klagen Anwohner über häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen und nächtlichen Lärm. Die Straße weist mehrere Fußgängerüberwege auf und wird auch von Familien und Kindern frequentiert, etwa auf dem Weg zum nahegelegenen Park.

Ähnliche Beschwerden kommen aus Lana und Tscherms. Entlang der Hauptverkehrsachsen durch die Orte seien viele Motorradfahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, berichten Anwohner. Trotz verstärkter Kontrollen in den vergangenen Jahren habe sich die Lage zuletzt wieder verschärft.

Die Gemeinden fordern daher intensivere Überwachungsmaßnahmen durch Polizei, Carabinieri und Ortspolizei. Angesichts der bevorstehenden Sommermonate wird jedoch befürchtet, dass sich die Situation weiter zuspitzen könnte.

Bezirk: Burggrafenamt

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