Von: APA/AFP/dpa
Am dritten Tag seines Staatsbesuchs in den USA hat der britische König Charles III. in New York die Gedenkstätte für die fast 3.000 Todesopfer der Anschläge vom 11. September 2001 besucht. Zusammen mit Königin Camilla und dem früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg legte er am Mittwoch einen Strauß weißer Rosen und eine handgeschriebene Notiz an einem der Wasserbecken im neuen World Trade Center ab.
“Wir ehren das Andenken derjenigen, die am 11. September 2001 auf so tragische Weise ihr Leben verloren haben”, schrieb der König und bekundete seine “bleibende Solidarität mit dem amerikanischen Volk angesichts seines großen Verlustes”. Am Vortag hatte Charles in seiner Rede vor dem US-Kongress in Washington mit Blick auf 9/11 gesagt: “Diese Gräueltat war ein prägender Moment für Amerika”, dessen “Schmerz und Schock auf der ganzen Welt zu spüren” gewesen seien. Der König fügte hinzu: “Wir standen damals an eurer Seite. Und wir stehen euch auch heute zur Seite, in feierlicher Erinnerung an einen Tag, der niemals vergessen werden darf.”
Kurzauftritt Mamdanis
Nach dem Besuch der Gedenkstätte traf das Königspaar Ersthelfer und Angehörige der Opfer vom 11. September. Auch der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani kam kurz hinzu.
US-Präsident Donald Trump zufolge hätte Charles anders auf den Krieg im Iran reagiert als die britische Regierung. “Wenn es nach ihm ginge, hätte er uns wahrscheinlich in der Iran-Frage geholfen”, sagte Trump im Weißen Haus. Der US-Präsident hatte die britische Regierung um Premier Keir Starmer immer wieder für eine aus seiner Sicht zu zögerliche Reaktion auf den Iran-Krieg kritisiert.
Auch mit Blick auf den Ukraine-Krieg hätte der britische König Trump zufolge eher auf die Anweisungen der USA gehört. Was genau er damit meinte, erläuterte Trump nicht. “Ich finde, er ist ein hervorragender Repräsentant seines Landes. Ich finde, die Menschen im Vereinigten Königreich können stolz auf ihn sein”, sagte der US-Präsident.
Mehrtägiger Besuch der Royals in den USA
Charles und Königin Camilla sind derzeit zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in den USA. Für den Monarchen gilt das als diplomatischer Drahtseilakt, weil die Beziehungen beider Länder zuletzt unter anderem durch den Iran-Krieg strapaziert wurden.
Im Anschluss wollte Charles, der sich seit vielen Jahren für Umweltschutzprojekte einsetzt, ein städtisches Projekt für nachhaltige Landwirtschaft besuchen. Königin Camilla wollte unterdessen den 100. Geburtstag des Kinderbuch-Bestsellers “Pu der Bär” in der New Yorker Stadtbibliothek feiern, unter anderem mit Schauspielerin Sarah Jessica Parker und dem Krimi-Autor Harlan Coben.
Bei einer Veranstaltung zu transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen wollte Charles im weiteren Verlauf des Tages außerdem mit Investoren und Unternehmern zusammentreffen. Zum Abschluss seines Besuchs in New York war ein Empfang seiner Jugendstiftung The King’s Trust geplant.
König Charles III. und Königin Camilla waren am Montag zu ihrem viertägigen US-Staatsbesuch in den USA eingetroffen. Am Dienstag wurden sie am Weißen Haus mit militärischen Ehren offiziell empfangen. In seiner mit Spannung erwarteten Rede vor dem Kongress beschwor Charles die Freundschaft zwischen Großbritannien und den USA und rief die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten auf.




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