Tag der offenen Tür in der Olympischen Polyklinik

Kraftakt Gesundheitsversorgung bei Olympischen Winterspielen

Mittwoch, 28. Januar 2026 | 12:25 Uhr

Von: mk

Antholz – Der Südtiroler Sanitätsbetrieb ist für die Gesundheitsversorgung im Rahmen der Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz zuständig – ein Kraftakt, der auch die Eröffnung einer eigenen „Polyklinik“ am Eingang des Tales umfasst. Gestern fand dort der „Tag der offenen Tür“ statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger hatten am Vormittag die Möglichkeit, das bereits bestehende Gebäude am Fußballplatz in Niederrasen zu besichtigen. Dieses ist zur sogenannten „Olympischen Polyklinik“ umfunktioniert worden.

Die Polyklinik steht den Athletinnen, Athleten und deren Teams, für die Versorgung gesundheitlicher Probleme zur Verfügung. Sie ist mit zwei Untersuchungsräumen und einem Beobachtungsraum ausgestattet. Es gibt einen Schwerpunkt für Innere Medizin und Traumatologie. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Physiotherapie. Dabei herrscht ein enges Zusammenspiel der physiotherapeutischen und ärztlichen Teams der verschiedenen Biathlon-Mannschaften mit dem medizinischen Personal der Polyklinik.

Der „Medical Care Manager“ der Olympischen Winterspiele 2026 in Antholz, Primar Dr. Marc Kaufmann erläuterte den Besucherinnen und Besuchern, dass die Polyklinik weitgehend wie die Notaufnahme in den Südtirolern Krankenhäusern funktioniere: „An Wettkampftagen herrscht Maximalbetrieb. Es sind rund 80 Personen für den Medical Service zwischen der Polyklinik und der Antholz Biathlon Arena im Einsatz. Etwa die Hälfte ist Personal des Südtiroler Sanitätsbetriebes, die andere Hälfte stellen die Rettungsdienste Weißes und Rotes Kreuz sowie die Bergrettung.“ Unmittelbar neben der Polyklinik gibt es einen Notarzt- und Rettungsstützpunkt, der für die gesamte Bevölkerung im Tal rund um die Uhr im Einsatz ist.

Das bereits bestehende Gebäude am Fußballplatz in Niederrasen konnte ideal zur Olympischen Polyklinik umfunktioniert werden. „Die modernen medizinischen Geräte sind teilweise neu angeschafft worden. Fast alle standen bereits auf den Einkauflisten des Sanitätsbetriebes und sämtliche Geräte, wie z.B. auch das Ultraschall- oder das Röntgengerät der Polyklinik, genauso wie die neuen Geräte der Physiotherapie, werden unmittelbar nach Olympia in die verschiedenen Krankenhäuser des Sanitätsbetriebes zum Einsatz kommen“, so Marc Kaufmann weiter.

Die Polyklinik bildet nur einen Teil des medizinischen Netzwerks für Olympia. Der Hauptpart findet in der „Venue”, also im Biathlonzentrum Antholz, selbst statt. In der dortigen „Medical Station“ ist vorwiegend Personal der Notfallmedizin im Dienst. Gleichzeitig stehen die Olympischen Krankenhäuser Bruneck, Brixen und Bozen in Bereitschaft sollten schwerwiegende Versorgungen nötig werden.

Bezirk: Pustertal

Kommentare

Aktuell sind 3 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen