In Meran entsteht erstes Mehrgenerationenhaus

Lebensräume für Jung und Alt

Dienstag, 19. November 2019 | 18:01 Uhr

Meran – „Lebensräume Meran“ nennt sich das jüngste Bauprojekt der Stiftung St. Elisabeth. Lebensräume steht für zentrumsnahe, überschaubare Wohnanlagen nach dem Modell eines Mehrgenerationenhauses. Hier sollen zukünftig Menschen verschiedener Generationen miteinander leben – aktive, rüstige Senioren, Alleinstehende, Paare, Alleinerziehende oder junge Familien. „Die von verschiedenen Generationen geprägte und übergreifende Nachbarschaftshilfe und das bürgerschaftliche Engagement werden in Zukunft auch im Sinne der Vorsorge mehr an Bedeutung gewinnen“, ist Christian Klotzner Präsident der Stiftung überzeugt. Kernpunkt des Wohnmodells ist die sogenannte Gemeinwesenarbeit, die zu gegenseitiger Unterstützung zwischen den Bewohnern anregt. Für die Wohnanlage gilt der Grundsatz: Zwei Drittel ältere Bewohner (über 60) und ein Drittel jüngere. Für das Gelingen des guten Miteinanders und für die Gemeinwesenarbeit wird eine Fachkraft eingestellt.

Soziales Projekt

Gemeinsam mit der Diözese Bozen Brixen, der Caritas, der Stiftung Liebenau, dem Diözesaninstitut für den Unterhalt des Klerus (DIUK) und der Gemeinde Meran verwirklicht die Stiftung St. Elisabeth im Eucharistinerkloster im Winkelweg eine neue innovative Wohnanlage. Es entstehen rund 22 Mietwohnungen, darunter sieben Seniorenwohnungen für die Gemeinde Meran, ein gemeindeeigener Kindergarten mit zwei Sektionen und der Sitz von Caritas Integra. Die Eucharistiner Patres bleiben weiterhin vor Ort präsent und betreuen die Eucharistinerkirche. Zur Förderung des Kontakts zwischen den Bewohnern sind Gemeinschafts- und Begegnungsräume geplant. Die Wohnanlage ist zentral gelegen, gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden und von einer großen Grünfläche umgeben. Die Stiftung St. Elisabeth führt die Planungs- und Bauarbeiten durch und übernimmt anschließend die Führung.

„Das gemeinschaftliche Projekt wird, bis auf die Finanzierung des Kindergartens, zur Gänze ohne öffentliche Gelder umgesetzt“, freut sich Christian Klotzner, Präsident der Stiftung St. Elisabeth.  Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9,5 Millionen Euro, die voraussichtliche Bauzeit wird zwei Jahre betragen. Wir bauen auf die Erfahrungen unseres Partners, der Stiftung Liebenau, betont Klotzner. Lebensräume für Jung und Alt ist ein Modell für lebendige Nachbarschaft und bietet höhere Lebensqualität durch eine sichere und begleitete Wohnsituation.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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3 Kommentare auf "Lebensräume für Jung und Alt"


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Martha
Martha
Superredner
18 Tage 10 h

auch für Südtiroler??

Karl
Karl
Superredner
17 Tage 20 h

Beinahe  jedes  Bauernhaus und viele Wohnhäuser und  Kondominien sind  seit jeher  Mehrgenerationenhäuser. Was ist daran so neu und revolutionär?

Sag mal
Sag mal
Kinig
17 Tage 16 h

Karl . So ist es. Haben Sie halt irgendwo gesehn und gemeint nachmachen zu müssen🤷🏻‍♀️

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