Hitzewelle dehnt Tropennächte aus

Meran schwitzt, das Pustertal schläft

Samstag, 20. Juni 2026 | 10:59 Uhr

Von: mk

Bozen – Die Region steht vor einer langanhaltenden Hitzewelle. Subtropische Luftmassen aus dem Süden lassen die Temperaturen in den kommenden Tagen auf über 35 Grad klettern. Gleichzeitig steigt die Gefahr von heftigen Sommergewittern.

Wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin, steht uns eine längere Hitzewelle bevor. In einigen Talbereichen wird die 35-Grad-Marke geknackt – und diese extremen Bedingungen werden voraussichtlich bis weit in die nächste Woche hinein anhalten. Peterlin stellt klar: „In einigen Gebieten ist am Nachmittag und Abend zudem mit schweren Gewittern zu rechnen.“

Gleichzeitig hat es die ersten Tropennächte in Südtirol gegeben. „Die tropischen Nächte breiten sich aus: Nicht mehr nur Bozen und das Unterland, sondern nun hat auch Meran seine erste Tropennacht des Jahres hinter sich (21°). Kein Thema wie immer im Pustertal, in Bruneck schläft man bei angenehmen 14°, hier gab es noch nie eine Tropennacht“, schreibt Peterlin auf der Plattform X.

Zweithöchste Alarmstufe in Südtirol

Aufgrund der anhaltenden extremen Temperaturen hat das Landeswarnzentrum für Sonntag und Montag Warnstufe auf Orange – die zweithöchste Stufe – angehoben.

Willigis Gallmetzer, Direktor des Landeswarnzentrums, betont die Notwendigkeit von Vorsichtsmaßnahmen. „Bei extremer Hitze ist es wichtig, sich vorab zu informieren und vorbereitet zu sein. Der Schutz der eigenen Gesundheit und der Mitmenschen steht jetzt im Vordergrund“, erklärt er laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Dies gelte für alle Aktivitäten im Freien – sowohl im Tal als auch im Hochgebirge. Bei Freilicht-Veranstaltungen müsse zudem stets das Risiko lokaler Gewitter im Auge behalten werden.

Die Lage im Trentino

Auch im Trentino zieht das Thermometer am Wochenende noch einmal kräftig an, nachdem bereits in Trient Spitzenwerte von 31,1 Grad gemessen wurden. In den tiefer gelegenen Talsohlen werden in der nächsten Woche ebenfalls Werte um die 35 Grad erwartet.

Nach Angaben von Meteotrentino steigt mit der Hitze auch das Risiko für Wärmegewitter. Da die Höhenwinde jedoch schwach ausgeprägt sind, ist die Gefahr von großflächigen Sturmlagen eher gering. Dennoch ist Vorsicht geboten. Gewitterzellen in den Bergen können lokal begrenzt zu extremen Niederschlägen von 50 Millimetern oder mehr innerhalb nur einer Stunde führen.

Bezirk: Bozen

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