Schwere Zerstörungen nach verheerenden Überschwemmungen

Mindestens 160 Tote nach Sturzflut im Himalaya-Gebiet

Mittwoch, 26. August 2026 | 21:09 Uhr

Von: importer

Nach einer Sturzflut mit darauffolgenden verheerenden Überschwemmungen im Himalaya-Gebiet hat es am Mittwoch mindestens 160 Tote gegeben. In Nepal stieg die Zahl der Toten auf mindestens 157. Dies teilte die Polizei des Himalaya-Staats Mittwochabend mit. In einer vorherigen Zwischenbilanz hatte sie die Zahl der Todesopfer mit 95 angegeben. Die chinesischen Behörden meldeten drei Tote in Tibet. Über eventuell Betroffene aus Österreich gab es bisher keine Informationen.

Das berichtete ein Sprecher des Außenministeriums der APA. Mehrere hundert Menschen wurden in Nepal noch vermisst, darunter auch Ausländer. Zuvor hatte die nepalesische Tourismusbehörde von insgesamt 384 vermissten Touristen gesprochen, darunter 291 Ausländer. China meldete ersten Angaben zufolge 265 Vermisste.

Die nepalesische Armee setzte Hubschrauber und Rettungstrupps in der Katastrophenregion ein. Mehrere Fernstraßen waren blockiert. Videoaufnahmen zeigten Wassermassen, die Häuser mit sich rissen, sowie Gebäude, die im Schlamm versunken waren. Auch auf der chinesischen Seite der Grenze kam es zu schweren Unwetterschäden. Das chinesische Staatsfernsehen meldete einen Erdrutsch in Tibet am Grenzübergang Gyirong.

Zehntausende Anrainer in dem betroffenen Gebiet

In dem betroffenen Gebiet leben allein auf nepalesischer Seite Zehntausende Menschen. Anrainer der Ufer des Flusses Bhote Koshi wurden aufgerufen, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen.

In China rief Präsident Xi Jinping dazu auf, bei der Suche nach den Vermissten alle verfügbaren Mittel einzusetzen. Wie die staatliche Agentur Xinhua berichtete, wurde der chinesische Grenzübergang Gyirong von einer Schlammlawine auf der nepalesischen Seite getroffen. Das habe zu Unterbrechungen im Straßenverkehr, bei der Stromversorgung und der Telekommunikation geführt.

Die genaue Ursache für die plötzlichen Überschwemmungen war zunächst unklar. Im vergangenen Jahr waren durch eine Sturzflut an dem Fluss mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Damals wurde auch die für Handel und Transport wichtige “Freundschaftsbrücke” zwischen Nepal und China weggerissen. Als Auslöser wurde später von einer regionalen Klimabeobachtungsstelle das Auslaufen eines Gletschersees in Tibet ausgemacht.

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