Von: luk
Gröden – Im Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsverstöße hat der Skiverbund Dolomiti Superski der italienischen Wettbewerbsbehörde AGCM ein Maßnahmenpaket vorgelegt. Hintergrund sind Vorwürfe unzulässiger Preisabsprachen und Verkaufsbeschränkungen bei Skipässen.
Die Behörde hatte bemängelt, dass Preise zentral festgelegt worden sein könnten und angeschlossene Skigebiete ihre Skipässe nicht über Drittanbieter vertreiben durften. Betroffen sind insgesamt zwölf Skigebiete in den Dolomiten.
Dolomiti Superski will nun diese Praxis beenden und künftig mehr Wettbewerb zwischen den Gebieten zulassen. Gleichzeitig bietet der Verbund Rückvergütungen für Kunden an: Wer in den vergangenen drei Jahren einen Skipass gekauft hat, soll entschädigt werden oder Rabatte für künftige Tickets erhalten. Dafür wurden rund 30 Millionen Euro vorgesehen.
Die Wettbewerbsbehörde hat dem Vorschlag grundsätzlich zugestimmt, derzeit läuft eine 30-tägige Einspruchsfrist. Danach fällt die endgültige Entscheidung.
Kritik kommt von der Verbraucherzentrale Südtirol: Betroffene müssten ihre Ansprüche selbst geltend machen, voraussichtlich über ein Online-Portal. Das könne insbesondere für weniger digitalaffine Personen eine Hürde darstellen.




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