"Heikle Situation"

Murenabgänge in den Alpen: Bus erfasst

Dienstag, 30. Juni 2026 | 08:20 Uhr

Von: apa

Teils heftige Unwetter mit starken Regenfällen haben Montagabend in einigen Regionen Tirols zu Murenabgängen geführt. Eine besonders brenzlige Situation gab es zwischen Flirsch und Pettneu am Arlberg im Bezirk Landeck, wo eine große Mure auf eine Gemeindestraße abging und einen Linienbus erfasste. Der Busfahrer wurde dabei verletzt, die drei Fahrgäste blieben unverletzt.

Im Bus, der zwischen Flirsch und der Pettneuer Ortschaft Schnann von den Schlammmassen mitgerissen wurde, befanden sich neben dem 49-jährigen Fahrer ein 31-jähriger Iraner, eine 39-jährige Österreicherin und ein 14-Jähriger. Sie wurden von Feuerwehrleuten im Bus aus Wasser und Schlamm geborgen, berichtete die Polizei. Der Busfahrer wurde in das Krankenhaus Zams eingeliefert. “Es war eine heikle Situation”, sagte der Landecker Bezirksfeuerwehrinspektor gegenüber der Online-Ausgabe der “Tiroler Tageszeitung”: “Es war nicht ganz ohne.” Die Mure verlegte die Stanzertalstraße (L68) auf einer Länge von fast 100 Metern. Geröll und Schlamm erreichten auf der Gemeindestraße eine Höhe von etwa 80 Zentimetern.

Eine Mure ging im Stanzertal auch auf die Tiroler Straße (B171) ab. Diese konnte aber am späteren Abend wieder für den Verkehr freigegeben werden, hieß es.

Murenabgänge im Pitztal

Zwei Murenabgänge gab es unterdessen auch auf die Pitztalstraße (L16) in St. Leonhard im Pitztal (Bezirk Imst). Personen waren nicht betroffen, die Feuerwehr stand im Einsatz.

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