Kritik des Europäischen Jagdverbands

Murmeltier-Urteil: “Angriff auch auf andere nachhaltige Jagdsysteme”

Mittwoch, 20. Juni 2018 | 10:36 Uhr

Bozen – Für den Europäischen Jagdverband FACE (European Federation of Hunting and Conservation) besteht nach dem Urteil des römischen Rechnungshofes zu den Abschüssen von Murmeltieren in Südtirol „dringender Erklärungs- und Handlungsbedarf“. Dieses Urteil sei ein schwerer Angriff auf andere nachhaltige Jagdsysteme in Europa.

“Oberstes Ziel der europäischen Jägerschaft ist der Erhalt einer intakten Natur und eines gesunden Wildbestandes”, stellt der Präsident des Verbandes, Dr. Michl Ebner klar. Dabei gelte vor allem Südtirols Jagdsystem innerhalb des Jagdverbandes, in dem sieben Millionen Jägerinnen und Jäger aus 36 europäischen Staaten vereint sind, seit jeher als besonders vorbildlich, weil ökologisch nachhaltig und sozial ausgewogen.

“Die Bemühungen und Anstrengungen der zuständigen Südtiroler Landesbehörde, die Population der Murmeltiere durch gezielte Entnahmen zu regulieren und somit eine diese Wildtiere selbst schädigende Evolution zu vermeiden, ist mit dem Urteil auf den Kopf gestellt worden”, so der FACE-Präsident verärgert. Der Europäische Jagdverband spricht Landeshauptmann a. D. Dr. Luis Durnwalder und Amtsdirektor a.D. Dr. Heinrich Erhard nicht nur seine volle Solidarität aus, sondern wird alle seine politischen Kräfte zu ihrer Unterstützung nutzen, heißt es in einer Aussendung.

“Ohne die Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen für den Erhalt einer vielfältigen und ausgewogenen Fauna sowie der lokalen Gegebenheiten können keine Entscheidungen getroffen werden, weil andernfalls das ganze Jagdsystem in Europa und die damit verknüpfte Erhaltung eines gesunden Wildbestandes in Frage gestellt wird. Die damit einhergehende Gefährdung von zumindest Teilen des Wildbestandes wäre tatsächlich ein großer und dauerhafter Schaden für die Allgemeinheit und für die einzelnen Mitgliedsstaaten.” Der Europäische Jagdverband FACE werde nun bei den Europäischen Institutionen intervenieren, um diesen Standpunkt mit Nachdruck zu vertreten und die nötige Rechtssicherheit für eine weiterhin nachhaltige Jagd in Europa zur Wahrung eines gesunden Wildbestandes aufrecht zu erhalten, so Michl Ebner.

 

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "Murmeltier-Urteil: “Angriff auch auf andere nachhaltige Jagdsysteme”"


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Landschaftspfleger
25 Tage 12 h

Ob die Römischen Richter die Südtiroler Wälder, Berge, deren Tierwelt und die Lebensbedingungen der Menschen im Berggebiet kennen, das bezweifle ich, nach so einem unsinnigen Urteil. !!
Wie kann man bloss über etwas urteilen wovon man keine Ahnung hat ???

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
25 Tage 10 h

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, wechsle dein Nickname! Bitte

Tratscher
25 Tage 9 h

Ich kenne die Berggebiete und die mühevolle Arbeit der Bergbauern da noch alles mit der Hand gemäht und auf dem Rücken in die Scheune gebracht wurde doch über die verursachten Schäden durch Murmeltiere hatte ich mich auch früher als die Bergwiesen noch fleißig gemäht wurden nie beklagt oder klagen gehört.
Es werden Behauptungen aufgestellt um die Lust zum töten zu rechtfertigen und verhängte Strafen  anzufechten.
 Ob Ihr Name hält was er aussagt steht in Frage.
Auch ihre Ahnung von der Bergwirtschaft ist zu anzuzweifeln.

xXx
xXx
Tratscher
25 Tage 12 h

Die Natur hat sich über 4 Milliarden (!) Jahre ganz gut selbst Reguliert. Nur der Mensch braucht diese Regulation um seinen Raubbau an der Natur weiter zu betreiben.
Diese ewige Argumentation (wir tun das nur der Natur zu liebe) ist einfach Heuchlerisch.
Steht zumindest dazu das die Jagt nur ein Hobby oder bestenfalls eine Dienstleistung an den Menschen ist.

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
25 Tage 10 h

BRAVO!

zep
zep
Neuling
25 Tage 9 h

Damals lebte man dafür in Höhlen! Dass eine nachhaltige Forst- und Landwirtschaft ohne eine Regulierung des Wildbestandes nicht funktioniert, verstehen leider nur die wenigsten… Die lieben Tierschützer kaufen aber trotzdem ganz gerne Holz und Bio Milch.
Es gäbe weitaus größere Probleme mit denen sich unsere Politiker befassen sollten als über den Abschuss von ein paar Murmeltieren!

Staenkerer
25 Tage 5 h

vravo! mi tat de zohln der durch murmeltierlöcher verunglückte weidetiere intressiert ubd de zohl der schiefstehenden und umgfollen olmhütten de murmeltiere ausgegeobn hobn,!
de hot man nie gheart!
du sogsch es: billige rechtfertigung zum sinnlosen töten von tieren!
pfui teu….!!!

Johnarch
Johnarch
Grünschnabel
25 Tage 12 h

Immer vorbildlich, immer die Besten, was denn sonst?? Ist es auch vorbildlich, Gesetze einfach umzuändern wie es einem gefällt, obwohl keine Befugnis?? Sehr vorbildlich..

jojo
jojo
Grünschnabel
25 Tage 11 h

Wenn mors genau nemmen , zohlt jeder Jager is Wild wos er schiast. Wenn dor Luis de Oschüsse verschenkt hot ,nor isch sel a schoden, da des Geld net eingnummen gworden isch. Het er die Obschüsse regulär gekaft und sel mit sein Geld nor war des kuan problem. I konn a nicht verschenken wos mir net kert.

Staenkerer
25 Tage 11 h

noch den es xregelungen gib in der eu und an haufn ausnahmen der regelungen und ausnahmen ba de ausnahmenkonn eigendlichkaum jemand eppas folsch mochn … man muaß lei de ausnahmen der ausnahmen kennen, oder genua einfluß hobn um genua mit einfluß zu kennen de oan de ausnahmen aufzoagn ….
darum derfrog de a normalo nit ….

Mauler
Mauler
Grünschnabel
25 Tage 11 h

mir hobn nix bessers zu tian als ollm lei iber die Tier zu duskitieren…
So konn man a von Problemen olenken…
Gestern dor Wolf, heint es Murmeltier, morgen wieder dor Bär usw

Aurelius
Aurelius
Superredner
25 Tage 12 h

Das erinnert mich stark an das Thema Wolf. Panikmache und Hysterie weit über das Ziel hinausgeschossen. Wir haben wichtiger Themen die angegangen werden müssten…aber vor den Wahlen ticken die Uhren anders

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
25 Tage 10 h

@ jojo
mit diesen Gast Abschüssen ………… :-))
da gingen noch viel mehr Sachen aber vielleicht kommen die auch mal ans Tageslicht !!

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
25 Tage 12 h

Abgesehen von diesen wiederholten Einmischungen die der Staat ab sofort in keinster Weise mehr tollerieren sollte muß man wenn schon das europäische und das nazionale Staatsgesetz abändern.Lokale Kompetenzen dienen meist dazu sich nach Bedarf bequem bedienen zu können und nützen ohne staatliche Aufsicht schon gar nichts !!

buggler
buggler
Grünschnabel
25 Tage 10 h

und noch was, eine bewertung des schadens bedeutet immer auch das jetzt der wert des wildes festgelegt ist , mal schaun wie lange es dauert bis bei den schlauen bauern und gewählten verantwortungsbewussten verwaltern der funke überspringt

bon jour
bon jour
Superredner
25 Tage 12 h

Hatz auf ein Gerichtsurteil.

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
25 Tage 10 h

@buggler
warum SIE hier die Bauern durch den Mist ziehen ?
Diese Antwort bleiben sie schuldig als ob den Bauern für das Wild was in den Geldsack kommen würde, komische Kauze sind hier unterwegs das ist keine Frage :-))

buggler
buggler
Grünschnabel
25 Tage 10 h

die dummen bleibem im mist stecken

So ist das
So ist das
Superredner
25 Tage 10 h

Muss man echt mit Wildtieren, wie Wolf, Bär und jetzt Murmeltier, vor den Wahlen von den wahren Problemen im Land ablenken?

Tabernakel
25 Tage 7 h

Ganz sicher.

Staenkerer
25 Tage 5 h

ober sicher! und lei polli foll drauf eini und segns onderst!

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