Bergretter im Einsatz in der Dunkelheit

Nach Lawinenunglück in Steiermark – Bergung der drei Toten

Sonntag, 18. Januar 2026 | 11:25 Uhr

Von: apa

Im obersteirischen Pusterwald haben am Sonntag in der Früh die Arbeiten der Bergrettung und der Alpinpolizei zur Bergung der bei einem Lawinenunglück am späten Samstagnachmittag ums Leben gekommenen drei tschechischen Tourengeher begonnen. Das Unglück geschah bei der Abfahrt der siebenköpfigen Gruppe im Bereich des 2.202 Meter hohen Schönfeldspitz, wie die Bergrettung auf APA-Anfrage mitteilte. Am Samstag hatte für den Einsatz zu schlechtes Wetter geherrscht.

Die Bergung war am Samstag nicht mehr möglich, denn es herrschte Wind und Nebel, zudem war es bereits dunkel. In den Niederen Tauern galt Lawinenwarnstufe zwei bis drei auf der fünfteiligen Skala. Die Alpine Einsatzgruppe Murtal war um 16.24 Uhr zu dem Lawinenabgang im Gemeindegebiet von Pusterwald alarmiert worden. Da begann es aufgrund der Witterung bereits dunkel zu werden.

Sieben tschechische Skitourengeher waren einige Kilometer westlich von Pusterwald im Bereich des Schönfeldspitz unterwegs gewesen, als die Lawine abging. Drei wurden erfasst und vollständig verschüttet. Die Einsatzkräfte konnten zwar die Verschütteten lokalisieren, doch nur teilweise ausgraben. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte nur mehr der Tod der drei Verunglückten festgestellt werden. Die vier anderen Personen, die nicht von der Lawine erfasst worden waren, wurden aus dem alpinen Gelände gebracht und notfallmedizinisch erstversorgt.

Alpinpolizei übernahm Ermittlungen

Die Einsatzkräfte hatten sich am Sonntag in der Früh wieder in einem der hinteren Seitentäler von Pusterwald zusammengefunden, um die Bergung zu beginnen. Des Weiteren sollen die alpinpolizeilichen Erhebungen aufgenommen werden, wie es seitens der Bergrettung hieß.

Im Einsatz standen am Samstagabend rund 150 Einsatzkräfte der Bergrettung aus dem Bezirk Murtal und Liezen, mehrere Einsatzteams der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark, die Alpinpolizei, weitere Polizeikräfte, drei Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung, Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Murtal und Liezen sowie das Kriseninterventionsteam.

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