Von: mk
Bozen – Nach umfassender Vorbereitung während der vergangenen Monate und Wochen gab es gestern eine Premiere im Landeskrankenhaus Bozen: Zum ersten Mal kam der neue Operations-Roboter „Da Vinci“ erfolgreich zum Einsatz.
Die Vorbereitungen für den Einsatz des OP-Roboters „Da Vinci“ im Südtiroler Sanitätsbetrieb sind bereits vor Monaten angelaufen. Die ärztlichen und pflegerischen OP-Teams haben in den vergangenen Wochen die entsprechende Ausbildung durchlaufen. Der Einsatz von „Da Vinci“ erfolgt multidisziplinär, das heißt, mehrere Abteilungen des Landeskrankenhaus können diese Technik nutzen. Zu Beginn werden das sukzessive die Abteilungen Urologie, Allgemeine Chirurgie und Gynäkologie sein. Die OP-Planung für die kommenden Monate steht bereits, nun geht es darum, so bald wie möglich in einen Routinebetrieb zu kommen. Nach entsprechender Vorlaufzeit ist dann die Einbindung weiterer Fachrichtungen und Abteilungen bezirksübergreifend geplant. Eine eigens ins Leben gerufene Monitoring-Gruppe wird in den ersten Monaten die Abläufe nach genau vorgegebenen Indikatoren beobachten und eventuelle Verbesserungsvorschläge einbringen, damit das Potential der neuen Technik voll ausgeschöpft werden kann.
Präzisionstechnologie mit Mehrwert für Patientinnen und Patienten
„Mit der Einführung des OP-Roboters ‚Da Vinci‘ setzen wir einen entscheidenden Schritt in Richtung moderne, zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung und schaffen gleichzeitig die Grundlage für noch präzisere und schonendere Eingriffe für unsere Patientinnen und Patienten“, freut sich Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Das hochentwickelte System unterstütze Chirurginnen und Chirurgen insbesondere bei komplexen Eingriffen und ermögliche dadurch eine weiter verbesserte Behandlungsqualität.
Generaldirektor Christian Kofler: „Die Einführung des OP-Roboters Da Vinci ist ein wichtiger Schritt für den Südtiroler Sanitätsbetrieb. Damit investieren wir gezielt in Innovation, Qualität und die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung – zum direkten Nutzen unserer Patientinnen und Patienten. Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Einführung dieser Technologie in den Südtiroler Sanitätsbetrieb möglich gemacht haben.“
Sanitätsdirektor Josef Widmann: „Robotergestützte Chirurgie eröffnet uns neue Möglichkeiten in der medizinischen Präzision und Sicherheit. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von hochmoderner Technologie und bestens ausgebildeten Teams, um optimale Behandlungsergebnisse zu gewährleisten.“
Armin Pycha, Primar der Abteilung Urologie am Landeskrankenhaus Bozen: „Der Einsatz des Da Vinci-Systems ermöglicht uns eine außergewöhnliche Genauigkeit bei komplexen Eingriffen. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das schonendere Operationen, weniger Belastung und eine schnellere Rückkehr in den Alltag.“
Mit Robotik in die Zukunft
Der „Da Vinci“-Roboter kommt vor allem bei minimalinvasiven Operationen zum Einsatz. Dabei steuert die Operateurin oder der Operateur die Instrumente nicht direkt mit der Hand, sondern über eine spezielle Konsole. Die Bewegungen werden in Echtzeit auf die feinen Roboterarme übertragen, die mit höchster Genauigkeit im Körper arbeiten können. Gleichzeitig liefert eine hochauflösende 3D-Kamera ein vergrößertes Bild des Operationsfeldes.
Für Patientinnen und Patienten bringt diese Technologie zahlreiche Vorteile: kleinere Schnitte, weniger Schmerzen nach dem Eingriff, ein geringeres Infektionsrisiko sowie eine schnellere Genesung. Auch die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus kann dadurch verkürzt werden.
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb investiert mit der Anschaffung des „Da Vinci“-Systems gezielt in die Zukunft der medizinischen Versorgung in Südtirol. Die Einführung des OP-Roboters unterstreicht den Anspruch des Südtiroler Sanitätsbetriebes, innovative Verfahren einzusetzen und die Behandlungsqualität kontinuierlich zu verbessern.




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