Von: luk
St. Ulrich – Ermittlern der Carabinieri ist in Gröden ein Schlag gegen den illegalen Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten gelungen. Ein Mann (35) aus Ägypten, wohnhaft im Friaul, wurde angezeigt. Ihm werden unter anderem illegaler Erwerb von Betäubungsmitteln, Urkundenfälschung und Identitätsmissbrauch vorgeworfen.
Der Mann war erst kurz zuvor nach einer Saisonarbeit in einem Hotel im Raum St. Ulrich in Gröden abgereist, soll jedoch gezielt versucht haben, sich mit starken Schmerzmitteln und Opioiden einzudecken. Laut Carabinieri nutzte er dafür gefälschte Rezepte.
Am 23. März konnten die Exekutivbeamten den Verdächtigen stoppen. Bei der Kontrolle fanden sie mehrere Fläschchen eines Medikaments auf Basis von Tramadol, einen gefälschten Arztstempel sowie insgesamt zehn Rezepte. Ein perfektes Kit, um Apotheken hinters Licht zu führen. Die Rezepte waren teils bereits ausgefüllt, teils vorbereitet.
Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass der Saisonarbeiter bereits in den Wochen zuvor mehrfach erfolgreich gewesen sein soll. Demnach habe er in Apotheken in Gröden mindestens achtmal Medikamente mit suchtgefährdenden Wirkstoffen – darunter auch OxyContin – erschlichen.
Durch das rasche Eingreifen der Carabinieri konnte der mutmaßliche illegale Handel unterbunden werden. Die Ermittlungen dauern an.
Die Sicherheitskräfte appellieren in diesem Zusammenhang an Apotheken, Rezepte und Stempel genau zu prüfen und bei verdächtigen Vorgängen umgehend den Notruf zu verständigen.




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