Symposium

Plastische Chirurgie setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit – auch über Landesgrenzen hinaus

Dienstag, 22. Januar 2019 | 12:37 Uhr

Bozen – Auf ein intensives Wochenende blickt Lorenz Larcher zurück. Der Chefarzt des landesweiten Dienstes für Plastische Chirurgie hatte zum neuten Bozner Symposium für Plastische Chirurgie in Kongresshotel Eberle gerufen, an dem knapp 60 Spezialisten ihres Fachs aus 10 verschiedenen Nationen teilnahmen. Für die schönste Überraschung des Wochenendes sorgte ein Patient, dessen Fall im vergangenen Jahr diskutiert worden war und der sich nun, zwölf Monate später, für die geglückten Eingriffe zur Rettung seines Beins persönlich bedankte.

Die Plastische Chirurgie ist ein interdisziplinäres Fach. Wie wichtig die ärztliche Zusammenarbeit von Experten verschiedenster Gebiete ist, auch über Staatsgrenzen hinaus, wurde am Fall eines Südtiroler Patienten deutlich. Der Mann hatte im vergangenen Jahr einen schweren Verkehrsunfall. Die Verletzungen an seinem Bein waren so schwerwiegend, dass er es beinahe verloren hätte. Doch nach mehreren, höchstkomplexen Eingriffen, die unter anderem am Krankenhaus in Bozen rund um das Team von Lorenz Larcher, bzw. in weiterer Folge in Zusammenarbeit mit den Salzburger Landeskliniken um Prof. Gaggl und Dr. Bürger durchgeführt wurden, konnte die Extremität des Verunfallten gerettet werden.

„Es war schon etwas ganz Besonderes, als der Patient zur Überraschung von Prof. Gaggl und Dr. Bürger höchstpersönlich zum Symposium erschien. Der Patient schilderte seinen Fall vor allen Kongress-Teilnehmern noch einmal, zeigte anschließend sein wieder einwandfrei funktionierendes Bein und bedankte sich bei allen anwesenden Ärzten für die tägliche Arbeit, die wir im Operationssaal leisten“, erzählt Gastgeber Larcher.

40 Referate an zwei Tagen

Vor und nach der ergreifenden Patientengeschichte wurde im Rahmen des neunten Bozner Symposiums für Plastische Chirurgie intensiv referiert. 40 Kurzvorträge standen auf dem Kongress-Programm. Besonders intensiv wurde über Brustimplantate diskutiert, vor allem was den letzten Stand der Technik angeht, sowie die Thematik rund um die Patientensicherheit. Eine eigene wissenschaftliche Sitzung wurde zum Bereich Lymphchirurgie abgehalten. Weltweit führend auf diesem Gebiet ist die Ärztin Katrin Seidenstücker, die in Bozen alle Zuhörer mit ihren Ausführungen in ihren Bann zog. Was die Ästhetische Chirurgie angeht, fesselte der rumänische Chirurg Constantin Stan die Symposiums-Teilnehmer.

Zum guten Gelingen der renommierten Chirurgentagung trägt auch das bunte Rahmengprogramm bei, auf das Gastgeber Lorenz Larcher genauso großen Wert legt, wie auf die wissenschaftliche Qualität seines Symposiums. So gehört der Skitag in Obereggen mittlerweile genauso zum Fixprogramm, wie die Weinverkostung im Rahmen des Kongress-Dinners. Heuer wurden die biodynamischen Weine des Weinguts Loacker aus Bozen kredenzt. „Ich möchte mich bei allen Teilnehmern für die rege Beteiligung bedanken. Wir arbeiten bereits mit Hochdruck an der zehnten Ausgabe des Bozner Symposiums für Plastische Chirurgie. Zum runden Geburtstag werden wir uns im kommenden Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen und das Jubiläum gebührend feiern“, erklärt Lorenz Larcher abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Plastische Chirurgie setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit – auch über Landesgrenzen hinaus"


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thomas
thomas
Universalgelehrter
27 Tage 21 h

und wo bleibt die Zusammenarbeit im Lande?

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