„Chi l´ha visto?“ befasst sich mit dem Fall

Richterliche Anordnung: Mutter wird vor Tochter versteckt

Donnerstag, 18. Oktober 2018 | 14:29 Uhr

Meran – Die RAI-Sendung „Chi l´ha visto?“ hat sich in ihrer gestrigen Ausgabe mit einem Fall aus Südtirol befasst, der unglaublich klingt. Weil sich eine Frau aus Meran mit dem Personal einer Pflegeinrichtung angelegt und bestimmte Methoden in Zweifel gezogen hat, kann sie ihre 82-jährige Mutter nicht mehr sehen. Die Seniorin wurde mittels richterlicher Anordnung in ein anderes Heim verlegt und wird praktisch vor ihrer Tochter versteckt.

Christine aus Meran, die an einer Oberschule Deutsch und Latein unterrichtet, weiß derzeit nicht, wo sich ihre Mutter Regina aufhält. In der Vergangenheit war es immer wieder auch zu lautstarken Auseinandersetzungen mit dem Personal in der Pflegeeinrichtung gekommen, in der sich ihre Mutter aufgehalten hatte, die schließlich in einem Rechtstreit mündeten. Per Gericht wurde darauf das Besuchsrecht der Tochter eingeschränkt – zum Wohle der Mutter, und um die Ruhe im Pflegeheim zu wahren.

Nachdem die Tochter diese Einschränkungen mehrmals missachtet hatte und es zu weiteren Auseinandersetzungen gekommen war, hat das Gericht offenbar eine weitaus drastischere Maßnahme beschlossen. Die Mutter wurde einfach in eine andere Pflegeeinrichtung verlegt, von der die Familie nicht in Kenntnis gesetzt wurde. Dadurch bleibt die Seniorin praktisch vor ihren eigenen Angehörigen versteckt. Die Akten seien unter Verschluss, sodass die Tochter nicht einmal Rekurs einreichen kann, erklärt ihre Anwältin.

Dass Christine sich nicht um ihre Mutter kümmern oder sie gar verletzen würde, wurde in vergangenen Ermittlungen bereits widerlegt. Im Gegenteil: Die Frau aus Meran scheint sich große Sorgen um ihre Mutter zu machen und eine enge Beziehung zu ihr zu pflegen.

 

Südtiroler Mutter wird vor ihrer Tochter versteckt.Aus der Rai-Sendung Chi l´ha visto vom 17.10.2018Jenseits des hektischen Wahlkampfes mit all seinen Parolen und Versprechen läuft das reale Leben mit den alltäglichen Schicksalen in unserem Land weiter. Das sind die Dinge, um die wir uns auch kümmern müssen.Warum verstecken Pflegeeinrichtungen mit richterlicher Anordnung eine Mutter vor Tochter: Chi l´ha visto berichtet über besorgniserregenden Fall in SüdtirolIch denke man kann schon von von der Landesregierung Aufklärung über den Fall einer Mutter, die vor ihrer Tochter in Südtiroler Pflegeeinrichtungen mittels richterlicher Anordnung versteckt wird verlangen.Ein Fall, über den die RAI-Sendung Chi l´ha visto gestern (17.10.2018) auf Initiative der Trentiner Anwältin und unserer Freundin Sara Graziadei berichtet hat. Es ist zumindest fragwürdig, dass eine Mutter, deren Tochter sich um ihr Wohl sorgt und dabei auch Methoden in manchen Pflegeeinrichtungen in Zweifel zieht, einfach per richterlicher Anordnung vor ihrer Tochter versteckt wird.Die Tochter hatte sich auch an die Landesregierung gewandt, als Antwort bekam sie dort Anzeigen und Strafandrohungen.Natürlich gibt es in der Pflege oft sehr prekäre und komplizierte Situationen und die Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte in Südtirol mühen sich zumeist nach Kräften. Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll, aufreibend und nicht ausreichend bezahlt. Und dass man sich von fragenden und in Zweifel ziehenden Angehörigen manchmal in Pflegeeinrichtungen genervt fühlt, ist ebenfalls nachvollziehbar. Aber dass die Verantwortlichen so weit gehen, und bei Gericht eine Verfügung erwirkt, mit der die Mutter vor der Tochter versteckt wird, ist wohl kaum die zielführende Art, mit der Thematik umzugehen.Deshalb verlangt ich jetzt, dass die zuständigen Stellen der Landesregierung im Bereich Sozial- und Pflegedienste hier einschreiten. Es gibt genügend Fälle, in denen sich Angehörige leider zu wenig um pflegebedürftige Eltern oder Großeltern in Pflegeeinrichtungen sorgen und kümmern. Wenn es nun eine Tochter gibt, die sich intensiv um ihre Mutter sorgt und kümmert, dann kann doch nicht gleich mit dem gerichtlichen Holzhammer eingeschritten werden.L. Abg. Andreas Andreas PöderGrazie Sara Graziadei! Sei grande!

Pubblicato da Andreas Pöder su Giovedì 18 ottobre 2018

 

Der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, fordert von der Landesregierung sofortige Aufklärung über den Fall. Die RAI-Sendung Chi l´ha visto hat gestern auf Initiative der Trentiner Anwältin Sara Graziadei darüber berichtet hat. Pöder hatte der betroffenen Tochter die Anwältin vermittelt. In der Sendung werden die Hintergründe beleuchtet.

Pöder sieht es als zumindest fragwürdig an, dass eine Mutter, deren Tochter sich um ihr Wohl sorgt und dabei auch Methoden in manchen Pflegeeinrichtungen in Zweifel zieht, einfach per richterlicher Anordnung vor ihrer Tochter versteckt wird.

“Natürlich gibt es in der Pflege oft sehr prekäre und komplizierte Situationen und die Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte in Südtirol mühen sich zumeist nach Kräften. Der Pflegeberuf ist anspruchsvoll, aufreibend und nicht ausreichend bezahlt. Und dass man sich von fragenden und in Zweifel ziehenden Angehörigen manchmal in Pflegeeinrichtungen genervt fühlt, ist ebenfalls nachvollziehbar. Aber dass die Verantwortlichen so weit gehen, und  bei Gericht eine Verfügung erwirken, mit der die Mutter vor der Tochter versteckt wird, ist wohl kaum die zielführende Art, mit der Thematik umzugehen”, so Pöder.

Deshalb verlangt er jetzt, dass die zuständigen Stellen der Landesregierung im Bereich Sozial- und Pflegedienste hier einschreiten.

“Es gibt genügend Fälle, in denen sich Angehörige leider zu wenig um pflegebedürftige Eltern oder Großeltern in Pflegeeinrichtungen sorgen und kümmern. Wenn es nun eine Tochter gibt, die sich intensiv um ihre Mutter sorgt und kümmert, dann kann doch nicht gleich mit dem gerichtlichen Holzhammer eingeschritten werden”, so der Abgeordnete.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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22 Kommentare auf "Richterliche Anordnung: Mutter wird vor Tochter versteckt"


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kleinerMann
kleinerMann
Superredner
26 Tage 15 h

So ohne weiteres werden Familienangehörige nicht vor den eigenen Leuten “geschützt” bzw. “versteckt”. Hier muss schon mehr dahinter stecken. Wäre interessante auch die andere Seite (Pflegepersonal) zu hören. Weil ein Scheit brennt nie allein !!!

werner66
werner66
Superredner
26 Tage 10 h

Das sehe ich auch so. Aber wenn die Angehörigen auch noch anfangen die verabreichten Medikamente zu unterschlagen und ihren eigenen Hokus Pokus irgend eines Schamanen aufführen, das Duschen verbieten und die Ernährung auf Vegan umstellen wollen….
Ich glaube schon dass es sehr verantwortungsbewusste Mitarbeiter gibt die dann die Notbremse ziehen MÜSSEN! denn sie sind ja für den Patienten VERANTWORTLICH und können dann verklagt werden, wenn sie solche Sachen zulassen.
Entscheiden muss dann sowieso das Gericht.

Staenkerer
26 Tage 7 h

war net de gegenseite zu hearn!

Rechner
Rechner
Superredner
26 Tage 15 h

ich verfolge die Geschichte schon eine Weile.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns da alles gesagt wird. Ein Gericht hat für so ein Urteil einen Grund sonst hätte es keinen Bestand. Auf Facebook stellt die Frau allen Fragen zur genauen Begründung der Verfügung aus.
Mir kommt dass alles komisch vor ich habe sowas noch nie gehört.

sonoio
sonoio
Superredner
26 Tage 14 h

hon selber long genua in altersheim georbeitet, monchmol isches so, dass angehörige sich schon ziemlich abwertend gegenüber pflegepersonal verholten, indem sie arbeitsweisen und methoden kritisieren, für de es pflegepersonal nix konn. i als pflegerin hon mi a oft geörgert, wia mir die leit pflegen MIASSEN weil personal- und zeitmangel!

trotzdem isch do epes faul ba der gschicht!

m69
m69
Kinig
26 Tage 13 h

Rechner@

… Ich kann mir nicht vorstellen, dass uns da alles gesagt wird …

ganz genau, das denke ich mir auch!

thomas
thomas
Universalgelehrter
26 Tage 11 h

@sonoio
sicherlich kann es Reibereien zwischen Heim & Angehörigen geben. Aber: deswegen glai die pflegebedürftige Dame deportieren?!? Welches Alterheim hat so etwas erwirkt? Einfach skandalös!!!

xXx
xXx
Superredner
26 Tage 6 h

@thomas kennsch du olle fakten? i glab nit das a Gericht solche drastischen Maßnahmen bewirkt, lei weil sich Angehörige und Personal in die Hoore kriegen.

sonoio
sonoio
Superredner
25 Tage 23 h

@thomas 
 na sel isch sicher net der richtige weg.verständlich dass die tochter besorgt isch.

Werdschunsein
Werdschunsein
Grünschnabel
26 Tage 14 h

Lautstarke Auseinendersetzung….
Einschränkungen mehrmals missachtet…

Wenn sell stimp hot sich de “Dame” selber net unter Kontrolle.
Oooober Unterrichten terf se😂😂😂

Goggi
Goggi
Grünschnabel
26 Tage 14 h

Schta schtoria mi puzza!!  do , miasset men wirklich amol beide Seiten hearn..

Storch24
Storch24
Superredner
26 Tage 13 h

Bitte nicht voreilig was vermuten. Ich habe lange genug einen meiner Elternteile betreut. Hätte Mutti nie in ein Pflegeheim (und nicht nur Heime) gegeben. Habe zuviel gesehen. Richtig angewiedert und schockiert wie sich manche den alten, sich nicht mehr wehrenden Menschen gegenüber verhalten. Aber Gottseidank nicht alle.
Natürlich fehlt es an fachliches Personsl. Viele anderen dann überfordert.ich kenne die Geschichte nicht. Würde der Frau, Tochter aber mit Sicherheit glauben. Hoffentlich geht alles zum besten aus. Bin sicher, auch Mutter leidet unter dieser Situation.

ghost
ghost
Neuling
25 Tage 23 h

Und warum fehlt es an Fachpersonal? Weil der Pflegeberuf zu schlecht bezahlt wird… Und wie man an Hand dieses Artikel sieht zu wenig geschätzt wird…

sonoio
sonoio
Superredner
25 Tage 23 h

es fehlt nicht an pflegepersonal, es werden zu wenige angestellt.. kenne einige pflegehelfer, de badante mochn miassn weil zur zeit koane stellen in die alterheime! habe zum glück auch noch nie gesehen, dass irgendjemand schlecht behandelt wurde.

sonoio
sonoio
Superredner
26 Tage 14 h

komische gschicht. i denk, do werden beade seiten net richtig ghondelt hoben! obor wos muas do vorgfolln sein, dass de frau ihre mama net segn terf, bzw dass de so mysteriös verschwindet?

Lochkrompf
Lochkrompf
Grünschnabel
26 Tage 15 h

olleweil lustiger werts

H.M
H.M
Neuling
26 Tage 12 h

etweder hot die mutter do mitgspielt weil des isch schun komisch ..i tat die mama do glei auser wenn i wissat do passt epas net dass durchaus zu streiten war.und wegn 1 mol a ausanonnersetzung terff des wohl niamend tian ohne sie ongehóirgen zu informieren.des honi no nia keart

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
26 Tage 15 h

wie wärs mit altersheim wechseln ,wer isch für die mutter zuständig ,muass die tochter a no epes zohln ??

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
26 Tage 10 h

isch die tochter oanzelkind ,oder hot do jemand ondors s sogn?

kekserin
kekserin
Tratscher
26 Tage 8 h

I wor mein opa oft besuchen in denn heim wo die frau regina wor, i hon oft mit ihr gredet, sie hot viel ollm von ihrer verstorbenen tochter gredet und von ihrer tochter und i hon die frau oft gsegn und sie wor mit ihrer mama richtig luebevoll… nor natürlich woas i a net wos do gongen isch, mir tuat lai di frau regina load sie isch a liabe.

xXx
xXx
Superredner
26 Tage 6 h

Sehr komisch, wenn die Mutter noch mündig ist, muss sie diese Entscheidung mitgetragen haben.
Wenn nicht muss es einen Vormund geben der die Mutter vor Gericht vertritt, sonst ist so eine Entscheidung nicht Rechtens.
Das dieser (falls nötig) nicht bei der Tochter liegt, oder ihr entzogen wurde, muss schon schwerwiegende Ursachen haben, sodas sich das Gericht gezwungen sah, die Mutter zu schützen.
Am ende war es eine Gerichtliche Entscheidung, das Altersheim hat nur das Verfahren in die Wege geleitet und das sicher nicht wegen ein paar Streitereien, das ist Alltag.

muffi
muffi
Neuling
22 Tage 13 h

man muß die ganze Geschichte kennen und nicht nur auf das hören was die Tochter sagt … wenn man logisch nachdenkt , nur die Frage wieso es zu einem richterlichen Beschluss gekommen ist , lässt vieles offen …

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