Schmuggel von Mineralöl hält Finanzpolizei auf Trab

Sattelschlepper mit geschmuggeltem Diesel gestoppt – VIDEO

Freitag, 24. Juli 2020 | 11:49 Uhr

Sterzing/Welsberg – Mit gleich zwei Fällen von illegalem Treibstoffschmuggel hat es die Finanzpolizei von Bruneck erst kürzlich zu tun gehabt. Bei der Autobahnmautstelle in Sterzing hat die Finanzwache in der vergangenen Woche einen Sattelzug mit litauischem Kennzeichen aufgehalten, der über den Brenner nach Südtirol gefahren ist.

Am Steuer saß ein 44-Jähriger aus Litauen. Aus den Unterlagen ging hervor, dass der Sattelzug einer italienischen Firma Öl zur Bearbeitung von Plastik liefern sollte, das angeblich in Lettland von einer slowakischen Firma gekauft worden war.

Die Beamten schöpften allerdings Verdacht. Bei einer Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich bei der transportierten Ware keineswegs um Schmieröl, sondern um 26 Tonnen Diesel handelte. Das Treiböl für den Fahrzeugantrieb war nicht als solches deklariert worden. Die Verbrauchssteuer, die somit hinterzogen wurde, hätte in diesem Fall rund 19.000 Euro ausgemacht.

Der Dieseltreibstoff und der Sattelzug wurden beschlagnahmt, während der Lenker eine Anzeige kassierte. Er riskierte eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren.

Der zweite Fall hat sich erst vor wenigen Tagen ereignet. Die Finanzpolizei hielt in der Nähe von Welsberg einen Tanklaster mit slowakischem Kennzeichen auf, der von Österreich ins Pustertal gekommen war.

Weil am Tank keinerlei Kennzeichnung zu sehen war, um welche Art von transportierter Ware es sich handelt, beschlossen die Finanzbeamten, das Fahrzeug genauer zu kontrollieren. Wie sich herausstellte, hat der Tanklaster 26 Tonnen Schmieröl transportiert, das für eine Firma in Spanien bestimmt war. Weil diese jedoch nichts von der Lieferung wusste, gehen die Ermittler davon aus, dass die Konsumsteuer in Höhe von 20.000 Euro hinterzogen worden ist.

Während der Lenker eine Anzeige kassierte, wurden das Schmieröl und der Tanklaster beschlagnahmt.

Insgesamt hat die Finanzpolizei in Südtirol in den letzten drei Jahren 410 Tonnen an Mineralöl und 32 Sattelschlepper beschlagnahmt – immer wegen Steuerhinterziehung. 66 Personen wurden im selben Zeitraum angezeigt.

Von: mk

Bezirk: Pustertal, Wipptal

Kommentare

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11 Kommentare auf "Sattelschlepper mit geschmuggeltem Diesel gestoppt – VIDEO"


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meinungs.freiheit
21 Tage 12 h

Es ist bekannt daß die unterschiedlichen Treibstoffpreise millionen von Umwegkilometern verursachen. Warum ändert das die europäische Politik nicht ? Insbesondere die vielen “Grünen” bringen nicht’s auf die Reihe.

andr123
andr123
Grünschnabel
21 Tage 11 h

Tatn sie jo gern ändern.
Ober wenns noch ihnen gang miasset dr Treibstoff in die ondern Orte teurer wearn und sich an inser Preisniveau unpassn 😂😂

Misanthrop123
Misanthrop123
Grünschnabel
21 Tage 12 h

würde der staat weniger steuern kassieren würde es sich nicht rentierern

Neumi
Neumi
Kinig
21 Tage 11 h

Was macht die Polizei eigentlich mit 26 Tonnen konfisziertem Diesel? Ein Jahr gratis Polizeiauto fahren?

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
21 Tage 11 h

Eine Harmonisierung der Steuern und/auf Treibstoffpreise in der EU würde sowohl dem Schmuggel als auch dem Tanktourismus ein Ende setzen. Insbesondere in bestimmten Grenzregionen wäre das eine spürbare Verkehrsentlastung für die Bevölkerung und die Umwelt.

PuggaNagga
PuggaNagga
Universalgelehrter
20 Tage 16 h

@Ars
Das geht doch nicht. Das wäre viel zu einfach!
Besser ist für Bananen und Gurken EU-weit Normen zu erfinden! Es kann nicht angehen dass man grösere oder kleinere Bananen bekommt, man stelle sich vor was das anrichten kann…

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
20 Tage 14 h

@PuggaNagga..👍dem ist wirklich nichts hinzuzufügen.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Tratscher
20 Tage 14 h

“Vor 30 Jahren schrieb die Europäische Union die maximal zulässige Krümmung von Salatgurken vor. Bis heute ist das ein Symbol für den angeblichen Regulierungswahn Brüsseler Bürokraten. Dabei wurde die Verordnung längst abgeschafft. Und Brüssel war auch gar nicht die treibende Kraft dahinter.”
https://www.deutschlandfunk.de/krumme-gurken-mythen-der-europaeischen-union.922.de.html?dram:article_id=415724

marher
marher
Universalgelehrter
21 Tage 12 h

Meine Frage lautet wie oft sind solche LKW’s wchon mit Diesel über den Brenner gefahren. Glaube kaum das es das erstemal war. Wie auch immer, von den Ordnungshütern gut beobachtet.

Karl
Karl
Superredner
21 Tage 11 h

Dieses Problem könnte man mit ein wenig gutem Willen politisch sehr schnell lösen und einfach den Treibstoff in ganz Europa gleich teuer machen.

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
21 Tage 10 h

Gscheider war in Drogenschmuggel mehr zi kontrolliern…

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