Von: mk
Monte Carlo/Madrid – Jannik Sinner fühlt sich wohl – und sein Start beim Masters-Turnier in Madrid ist alles andere als ein Blindflug. In einem ausführlichen Gespräch mit der Gazzetta dello Sport erklärte sein Trainer Simone Vagnozzi, eine zu lange Pause nach den intensiven Wochen in Monte Carlo bis zum Internationalen Turnier in Rom sei kontraproduktiv gewesen.
Im Internview enthüllt Vagnozzi sein Schlüsselkonzept. Ihm zufolge sind Spiele das beste Training. Wer gewinnt und mit Selbstvertrauen auf dem Platz steht, gehe effizienter mit seinen Energiereserven um. Ein Kaltstart ohne Spielpraxis könne hingegen deutlich mehr Substanz kosten. Dennoch bleibt das Team flexibel: Die weitere Planung wird eng an den Verlauf des Turniers in Spanien angepasst.
Der Erfolg in Monte-Carlo war für Sinner mehr als nur ein weiterer Pokal. Vagnozzi blickt auf die intensiven Emotionen dieses Triumphs zurück, die mehrere Ursachen haben: Für Sinner handelte es sich um den ersten großen Titel auf Sand – ein Meilenstein in seiner Spielentwicklung. Gleichzeitig seien Erinnerungen an verpasste Chancen in der Vergangenheit hochgekommen und natürlich beflügelt auch die Herausforderung durch Carlos Alcaraz. Ganz abgesehen von der massiven Unterstützung der italienischen Fans, die eingetroffen sind.
Dass Sinner erneut an die Spitzen der Weltrangliste zurückgekehrt hat, machte laut Vagnozzi diesen Mix noch einmal zu etwas ganz Besonderem. Ziel bleibe es, diese Position bis zum Saisonende zu behaupten.
Das „Odd Couple“ hinter dem Erfolg
Ein wesentlicher Faktor für Sinners Dominanz ist das harmonische, aber gegensätzliche Trainergespann aus Simone Vagnozzi und Darren Cahill. Vagnozzi gewährt dabei einen schmunzelnden Einblick in die interne Arbeitsteilung. „Darren ist der Fröhliche im Team, ich übernehme eher den Part der Nervensäge“, so der Coach.
Vagnozzi betont außerdem den Wert großer Rivalität: Gegner wie Alcaraz, Medwedew und Djokovic werden dabei nicht als Bedrohung angesehen, sondern sie würden Sinner antreiben, sich ständig zu verbessern.
Trotz der aktuellen Erfolge des Südtiroler ist Vagnozzi überzeugt: Sinner hat sein volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft.




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