Lawinengefahr in Trentino-Südtirol stark angestiegen

Skitouren “extrem gefährlich”

Donnerstag, 19. Februar 2026 | 18:28 Uhr

Von: luk

Bozen/Trient – Nach intensiven Schneefällen in Kombination mit starkem bis stürmischem Wind hat sich die Lawinenlage in den Bergen der Region Trentino-Südtirol deutlich verschärft. Laut dem grenzüberschreitenden Lawinenlagebericht der Euregio gilt derzeit in nahezu dem gesamten Gebiet die Gefahrenstufe 4 von 5 – also „groß“.

Eine südliche Strömung bringt in den kommenden Stunden weitere 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee.

Triebschnee und instabile Schneeschichten

Der starke Höhenwind sorgt für massiven Schneeverfrachtungen. Vor allem oberhalb der Waldgrenze entstehen in allen Expositionen neue Triebschneeansammlungen, die als besonders störanfällig gelten und leicht abbrechen können.

Problematisch ist zudem die Altschneedecke: Der Neuschnee und die Triebschneepakete lagern vielfach auf einer schwachen, instabilen Schneeschicht – insbesondere an West-, Nord- und Osthängen.

Spontane Lawinen möglich

Die Experten rechnen mit spontanen Lawinenabgängen, in einzelnen Fällen auch mit größeren Lawinen. Die Situation wird insgesamt als äußerst angespannt beschrieben.

Für Skitourengeher sind die Bedingungen derzeit „extrem gefährlich“. Es wird dringend empfohlen, steile Hänge mit einer Neigung von mehr als 30 Grad konsequent zu meiden. Unter den aktuellen Verhältnissen können Lawinen auch aus der Distanz ausgelöst werden.

Die Fachleute mahnen zu größter Vorsicht im freien Gelände und raten, nicht gesicherte Bereiche nach Möglichkeit zu vermeiden.

Bezirk: Bozen

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