Von: mk
Bozen – Aufgrund der angekündigten Niederschläge hat die Agentur für Bevölkerungsschutz den Warnlagebericht für Murgänge und Massenbewegungen am Donnerstag auf orange hochgestuft – nicht zu Unrecht, wenn man sich die Regenmenge in der Nacht auf Freitag vor Augen führt.
Die Niederschlagsbilanz der letzten Stunden ist in der Tat beachtlich, wie Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf der Plattform X mitteilt.
Am meisten geregnet hat es demnach in der Ortlergruppe, im Passeiertal sowie auf einer Linie Regglberg-Eisacktal-Unterpustertal-Ahrntal mit jeweils 60 bis 80 Millimeter. „So viel Regen fällt normalerweise in drei Sommerwochen“, erklärt Peterlin.
Der große flächendeckende Niederschlag sei nun zwar zu Ende, mit dem Regen sei es aber noch nicht vorbei. „Aus Süden ziehen heute weitere, teils auch kräftigere Regenschauer und Gewitter durch, und auch morgen Vormittag ist noch mit etwas Regen zu rechnen“, erklärt Peterlin. Die Feuerwehren im Land stehen wie immer in Einsatzbereitschaft.
Erst am Sonntag wird es sehr sonnig und wärmer. Am Montag nehmen die Wolken wieder zu und am Nachmittag muss man mit lokalen gewittrigen Regenschauern rechnen. Auch der Dienstag verläuft wechselhaft mit einer Mischung aus Sonne, Wolken und Regenschauern.
Wetterphänomene und Naturereignisse in Südtirol werden täglich vom Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz bewertet und als Warnlagebericht veröffentlicht. Die Grundlage für die Bewertung bilden die Wetterprognosen der Meteorologen, darauf aufbauend bewerten Hydrologen, Geologen und die Forstbehörde die Situation und damit eine mögliche Gefährdung durch Naturereignisse. Mit diesen Daten und Informationen erstellt und veröffentlicht das Landeswarnzentrum den Warnlagebericht.
Der Warnlagebericht wird täglich vom Landeswarnzentrum veröffentlicht und gibt eine Einschätzung des Gefährdungspotenzials von bevorstehenden Wetterereignissen und Naturereignissen anhand von vier Warnstufen in den Ampelfarben: Grün, wenn kein Gefährdungspotential vorliegt, Gelb bei geringem, Orange bei mäßigem und Rot bei hohem Gefährdungspotential.
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