Finanzpolizei kontrolliert über 100 Lkw

So viel wird über den Brenner geschmuggelt

Samstag, 16. November 2019 | 11:08 Uhr

Sterzing – Im Kampf gegen Treibstoff und Zigarettenschmuggel, gegen Markenfälschung sowie gegen den internationalen Drogenhandel hat die Finanzpolizei verschärfte Kontrollen auf der Brennerachse durchgeführt. In den letzten 48 Stunden standen 61 Finanzpolizisten der Landeskommandos von Trient und Bozen im Streifendienst.

Neben mehreren Raststätten wurde besonderes Augenmerk auf die Autobahnmautstelle in Sterzing gelegt. 105 Fahrzeuge und 123 Personen wurden genauer überprüft. Neben mehreren Hubschraubern der Finanzpolizei standen auch Drogenhunde im Einsatz – und ein sogenannter „Cash Dog“ aus Venedig, also ein Spürhund, der darauf abgerichtet ist, mit seiner Nase verstecktes Bargeld aufzustöbern.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hatte die regionale Finanzpolizei im Rahmen ähnlicher Kontrollen allein in Zusammenhang mit Zollkontrollen mehr als 24 Tonnen Treib- und Schmierstoffe sowie rund 28 000 Liter Alkoholprodukte beschlagnahmt. Zwölf Personen waren angezeigt worden.

Auch Bargeld, das im unangemeldet über die Grenze gebracht werden sollte, konnte abgefangen werden. Insgesamt handelte es sich um mehrere 100.000 Euro. 15 Fahrzeuge von kriminellen Banden wurden beschlagnahmt. Die Fahrzeuge waren für den für den Transport von illegalen Waren verwendet worden.

Insbesondere die Schmuggler von Kraftstoffe greifen auf immer heimtückischere Betrugsmaschen zurück. In einem Fall wurden falsche, scheinbar einwandfreie Handelsdokumente erstellt, die den Transport von Schmierstoffen aus Deutschland belegen sollten.

Die Ermittlungen der Finanzpolizei ergaben jedoch, dass das vermeintliche Empfängerunternehmen, das tatsächlich existierte, nie einen solchen Auftrag erteilt hatte und dass es sich stattdessen um Tausende von Litern Diesel handelte, der mit einer geringen Menge an Schmierölen vermischt war. Der Treibstoff sollte in Italien “schwarz” verkauft werden.

Durch die Untersuchung wurde damit auch der Verkauf von Kraftstoffen von zweifelhafter Qualität verhindert, die ein Risiko für die Endverbraucher darstellen. Für die kriminellen Organisationen, die dahinter stehen, ist es hingegen oft ein lukratives Geschäft.

Von: mk

Bezirk: Wipptal

Kommentare

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11 Kommentare auf "So viel wird über den Brenner geschmuggelt"


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giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
29 Tage 21 h

tiets decht die grenzen wieder   einführn

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
29 Tage 19 h

und no dichter wia vorher

mayway
mayway
Grünschnabel
1 Monat 25 Min

die finanzpolizei aufs 5fache erhõhen…

Staenkerer
29 Tage 15 h

mein vaterle hot als jigendlicher, vor 90johr schun übern teibulaun tabak und kaffe gachmuglt, lei koan geld, sell hot er koans kopp!
tjo, vereintes europa,
einheitliche eu preise,
einheitlicher eu steuersotz,
nor herats schun auf!

Jefe
Jefe
Tratscher
1 Monat 44 Min

so einen “Cash Dog” muss ich mir auch richten….bin zwar kein Hundefan…aber was macht man nicht alles für Geld….😂😂😂

Nico
Nico
Superredner
1 Monat 36 Min

Schmuggeln gab es immer u wird es immer geben, die die erwischt werden sind nur die Spitze des Eisbergs

mithirnundherz
mithirnundherz
Tratscher
29 Tage 22 h

noa beschwern se sich wen apor drause tankn sottn amo des in griff kriogn…

Sterne
Sterne
Grünschnabel
29 Tage 23 h

Danke👍🙏

Sims
Sims
Grünschnabel
29 Tage 22 h

Not mocht erfinderisch beim schmuggln.

nachgedacht
nachgedacht
Grünschnabel
29 Tage 22 h

ein risiko für den endverbraucher? das wär dann wohl der automotor oder?🤣

zockl
zockl
Superredner
29 Tage 3 h

auch wenn man es nicht laut sagen darf – aber es gibt High-Risk-Nationen für diese Dinge – wie wäre es wenn man die gezielt kontrollieren würde?

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