Von: importer
Am Leipziger Flughafen ist nach Angaben eines NATO-Sprechers eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs sichergestellt worden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen vom Mittwochfrüh soll an der Drohne ein Sprengstoff mit Zünder befestigt gewesen sein. Zuvor hatte “Bild”-Zeitung über den Vorfall berichtet. Der Flughafen Leipzig/Halle stellte in der Nacht den Flugbetrieb ein, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt und zudem ein verdächtiger Gegenstand gefunden wurden.
Sprengstoff und Zünder
“Es wurde eine Drohne gefunden”, bestätigte ein Sprecher des deutschen Innenministeriums am Mittwoch in Berlin. Die Polizei habe das Fluggerät gesichert, hieß es laut Sicherheitskreisen. Die Drohne war demnach kurz vor Mitternacht nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine bemerkt worden. Die deutsche Bundespolizei war nach Angaben aus Sicherheitskreisen in den frühen Morgenstunden im Einsatz. Die Drohne sei inzwischen mit einem Röntgengerät untersucht worden.
DHL-Frachtmaschine stieß mit Gegenstand zusammen
Ebenfalls in der Nacht kam es einem Insider zufolge zu einer Kollision in der Luft. Eine DHL-Frachtmaschine sei kurz nach dem Start in Leipzig mit einem unbekannten Gegenstand zusammengestoßen, sagte ein mit dem Vorgang Vertrauter. Der “Bild”-Zeitung zufolge ereignete sich der Zusammenstoß rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt in 400 Metern Höhe, nachdem die Maschine wegen der Sperrung hatte durchstarten müssen. Das Flugzeug konnte jedoch sicher in Hannover landen. Dort wurden leichte Beschädigungen im Frontbereich festgestellt. Ob es sich um eine Kollision mit einer Drohne handelte, war zunächst unklar.
Die Bundespolizei habe nach dem Fund der Drohne am Boden Entschärfer zum Ort geschickt und einen ferngesteuerten Roboter eingesetzt, berichtete die “Bild”-Zeitung weiter. Ob eine kontrollierte Sprengung erfolgte, war zunächst unklar. Der Frachtbereich sei räumlich vom Vorfeld für Passagiermaschinen getrennt, teilte eine Flughafensprecherin mit.
Mehrere Maschinen, unter anderem eine Passagiermaschine, wurden laut einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet. Die Polizei sprach von einem “sicherheitsrelevanten Vorfall”. Demnach besteht keine akute Gefahr.
Betrieb zum Teil wieder angelaufen
Der Nordbereich ist seit den frühen Morgenstunden wieder in Betrieb. Die Südpiste ist für die Ermittlungen derzeit noch gesperrt. Der Flugbetrieb im Nordbereich wurde demnach kurz vor 2.00 Uhr früh wieder aufgenommen. Die Landespolizei habe die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei aufgenommen.
Der Chef des Logistikkonzerns DHL, Tobias Meyer, sprach ebenfalls von einem Zwischenfall. “Das hatte betriebliche Auswirkungen”, die “durchaus spürbar” gewesen seien, sagte Meyer in einem Mediengespräch. Untersuchungen müssten nun zeigen, was genau an dem Flughafen vorgefallen sei. Leipzig/Halle ist ein wichtiges Drehkreuz für DHL.




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