Von: mk
Bozen – Südtirols Wohnbevölkerung steigt, obwohl das natürliche Wachstum stagniert. Und: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung wohnt im ländlichen Raum. Rund 306.600 Menschen leben in einer der Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Dies berichtet das Landesstatistikinstitut ASTAT.
Im Jahr 2025 verzeichnete Südtirol einen leichten Bevölkerungszuwachs. Angesichts einer negativen Geburtenbilanz ist diese Zunahme ausschließlich auf den Wanderungsüberschuss zurückzuführen.
Am 31.12.2025 waren 542.134 Menschen in Südtirol ansässig. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Wohnbevölkerung um 2.455 Personen, was einer Zunahme um 4,5 Promille entspricht.
Dieses Plus ist ausschließlich auf die Wanderungskomponente (4,7 je 1.000 Einwohner) zurückzuführen. Das natürliche Bevölkerungswachstum fiel hingegen negativ aus (-0,2 Promille), da die Zahl der Todesfälle jene der Lebendgeborenen überstieg.
Auf gesamtstaatlicher Ebene wurden Bevölkerungszuwächse ausschließlich im Norden verzeichnet, während die Einwohnerzahlen in Mittel- und Süditalien rückläufig waren. Alle Regionen wiesen negative Geburtenbilanzen auf, wobei Ligurien mit einer Rate von -8,6 je 1.000 Einwohner das größte Geburtendefizit verzeichnete.
Auch der gesamtstaatliche Wert lag deutlich im Minus (-5,0 Promille), wurde aber von der positiven Wanderungsbilanz von 5,0 Promille ausgeglichen, sodass Italiens Bevölkerung insgesamt stabil blieb.
Natürliches Wachstum in Südtirol stagniert
2025 wurden in Südtirol 4.650 Geburten und 4.753 Todesfälle verzeichnet. Daraus ergibt sich eine Geburtenbilanz von -103 Einheiten und eine Wachstumsrate von -0,2 je 1.000 Einwohner. Die Geburtenrate lag bei 8,6, die Sterberate bei 8,8 Promille.
Der Vinschgau wies mit 10,0 Geburten je 1.000 Einwohner die höchste Geburtenrate auf, Bozen hatte mit 7,4 Promille die niedrigste Geburtenrate. In der Landeshauptstadt war hingegen die Sterberate mit 10,1 Todesfällen je 1.000 Einwohner höher als in allen anderen Bezirksgemeinschaften. Die niedrigste Sterberate verzeichnete die Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern mit 7,6 Promille.
Im Allgemeinen leben die Menschen in Südtirol länger als im restlichen Staatsgebiet. Die Lebenserwartung bei der Geburt der Männer wird auf 82,7 Jahre und jene der Frauen auf 86,4 Jahre geschätzt. Auf gesamtstaatlicher Ebene liegt sie um etwa ein Jahr darunter (Männer: 81,7 Jahre, Frauen: 85,7 Jahre).
Mehr Frauen als Männer
2025 war mehr als die Hälfte der Südtiroler Bevölkerung weiblich: Die Zahl der in Südtirol lebenden Frauen überstieg die Zahl der Männer um 3.786 (272.847 gegenüber 269.061). Das zahlenmäßige Geschlechterverhältnis lag somit bei 98,6 Männern je 100 Frauen. Wie in ganz Europa schreitet die Alterung der Gesellschaft auch in Südtirol weiter fort. Das Durchschnittsalter ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten um vier Jahre angestiegen, und zwar von 40 Jahren (2005) auf 44 Jahre (2025). Im Bezugsjahr war mehr als die Hälfte der Bevölkerung ledig, und zwar 55,7 Prozent der Männer und 48,1 Prozent der Frauen. 38,8 Prozent der Südtirolerinnen und Südtirolern waren verheiratet oder gesetzlich getrennt und 0,1 Prozent lebten in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zwischen Personen desselben Geschlechts (gemäß Gesetz Nr. 76/2016).




Aktuell sind 12 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen