Südtirol galt als „rote Zone“

Südtirols Meldepraxis – keine Auswirkung auf Einstufung des Landes

Mittwoch, 14. April 2021 | 18:13 Uhr

Bozen – Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weist Medienberichte der vergangenen Tage, wonach die Einstufung des Landes als „rote Zone“ in Italien bzw. als „Hochrisikogebiet auf EU-Ebene“ mit der Meldepraxis des Betriebes Richtung Rom zusammenhänge aufs Schärfste zurück.

Dies ist anhand von Fakten eindeutig nachweisbar: Die 14-Tage-Inzidenz war in den zur Rede stehenden Monaten allein schon aufgrund der PCR-Ergebnisse – ohne Antigentest-Ergebnisse – zu hoch: Seit 10. Jänner lag diese beispielsweise bei über 500, wobei die EU-Einstufungsgrenze für „dunkelrot“ zu jenem Zeitpunkt bei 500 positiven Testergebnissen pro Tag lag.

Insbesondere erfolgt in Italien die Einstufung einer Region bzw. Provinz in eine bestimmte Risikozone nicht aufgrund eines einzigen Indikators, sondern indem über 20 Indikatoren begutachtet und bewertet werden. Bei der Einstufung auf Ebene des Staates hat insbesondere der Druck auf die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen des Landes eine Rolle gespielt.

„Die einzige Alternative wäre gewesen, weniger zu testen“, so Generaldirektor Florian Zerzer. „Aber diese Strategie hat insgesamt keinen Sinn, denn, wenn wir weniger getestet hätten, wären die Infektionen über einen längeren Zeitraum höher und das Infektionsgeschehen noch viel schwerer einzugrenzen gewesen.“

Nachdem die Antigentest-Ergebnisse ohnehin zu einem großen Teil durch PCR-Tests bestätigt werden (sogar nach zehn Tagen Infektion), hat die mitgeteilte Änderung der Meldemodalität keine wesentliche Auswirkung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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21 Kommentare auf "Südtirols Meldepraxis – keine Auswirkung auf Einstufung des Landes"


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Storch24
Storch24
Kinig
23 Tage 20 h

Positiv bleibt eben positiv.
Mit PCR oder Antigen getestet

LouterStyle
LouterStyle
Tratscher
23 Tage 19 h

stimmt schon, aber dann müssten das alle Länder und Regionen so machen, nicht nur wir. Das fälscht nur die Zahlen

@
@
Superredner
23 Tage 18 h

@Storch24
positiv ist nicht gleich positiv.Während PCR – Tests sehr sensitiv sind und genaue Ergebnisse liefern, gibt es bei den Antigen-Test sehr oft falsch positive bzw falsch negative Ergebnisse. Daher müsste jeder positive Antigen-Test mit einem PCR Test verifiziert werden,was bis jetzt nicht passierte, wodurch die Zahlen nicht stimmen.

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
23 Tage 16 h

@@ : bei PCR sind auch nicht alle Ergebnisse richtig.

PuggaNagga
23 Tage 20 h

Redet euch nur raus. Die Zahlen sprachen für sich.
Wenn schon Mist gebaut wird sollte man es schon auch zugeben können.

Stryker
Stryker
Grünschnabel
23 Tage 20 h

Der sanitätsbetrieb muant schun es volk isch dumm und konn net lesn,bzw.1+1 zomzähln!Es gleiche mit die Intensivbettn!Leimor zum Kopfschütteln!

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
23 Tage 20 h

Das ist doch alles ein Unsinn. Das einzig Gute an diesem Geschehen für Südtirol ist, dass wir seit vielen Monaten sehen und erleben, wie tief und direkt die Autonome Provinz Südtirol von Italien, vom Zentralismus in Rom, abhängig ist.

Herbert01
Herbert01
Grünschnabel
23 Tage 19 h

Und kann mir jemand den Vorteil für uns von diesen vielen Tests nennen? Im Vergleich zu anderen Regionen und Provinzen hatten und haven wir nur Nachteile.

Tratscher
23 Tage 18 h

Außer Spesen nix gewesen, einen wirklichen Vorteil haben uns diese vielen Tests eigentlich nicht gebracht.

kristkindl
kristkindl
Grünschnabel
23 Tage 18 h

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb sollte in dieser Sache lieber still sein! Die Zeit die unsere Nachbarprovinz Trient als „gelb“ eingestuft war und wir als „rot“ oder sogar „tiefrot“ war und ist einzig und allein der erfolgten Meldepraxis zuzuschreiben! Warum wohl wird sie jetzt an den rest von Italien angeglichen? …

EviB
EviB
Superredner
23 Tage 18 h

kristkindl
weil die Sommerssaison beginnt

Faktenchecker
23 Tage 20 h

Andere tricksen noch heftiger:

“Der Covid-Operationsstab, dessen Zahlen zumeist in der Öffentlichkeit
genannt werden, dokumentierte rund 100.000 Corona-Todesfälle seit
Ausbruch der Pandemie, die Statistikbehörde Rosstat hingegen mehr als
225.000 Tote mit Covid-Erkrankung, wie sie erst vor einer Woche
mitteilte. Diese Zahl ist deutlich mehr als doppelt so hoch wie in der
offiziellen Corona-Statistik der Regierung. Noch gravierender ist
allerdings die Übersterblichkeit. Allein von April bis Dezember 2020
sind laut Berechnungen der “New York Times” rund 300.000 Russen mehr gestorben als im Durchschnitt der Vorjahre.”

https://www.n-tv.de/panorama/Verheimlicht-Russland-Corona-Tote-article22487507.html

So ist das
23 Tage 19 h

Es wäre an der Zeit, klar und deutlich zu sprechen und sich für eine Meldeart zu entscheiden.
Dieses ewige Hin und Her, das Zögern und Zaudern verwirrt nur und verunsichert ja fast mehr als die Pandemie selbst.
Es wäre echt an der Zeit, die Führungskräfte in Politik und Sanität auszutauschen, neue Köpfe könnten neue und mutigere Wege gehen. 🤔

i_bin_a_do
i_bin_a_do
Grünschnabel
23 Tage 19 h

Ich persönlich kann die Berechnung der 7-Tages-Inzidenz nicht nachvollziehen. Aktuell (heute) wird diese auf der Seite der Sanitätseinheit mit 123 angegeben. In den letzten 7 Tagen wurden 303 positiv (mittels Antigentest). Wenni ich die Zahl auf 100.000 Einwohner umrechne (dividiert 5,35) komme ich auf eine Inzidenz von 56,63????
 

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
23 Tage 16 h

Hallo nach Südtirol,

schlimm ist die Rufschädigung Südtirols.Durch die “wir testen soviel wie möglich und zählen wirklich alles” führte eben zu dem Ruf als “Pestloch Europas” mit Inzidenzen nahe an der 1000, trauriger Höhepunkt war der Schundartikel eines sogenannten süddeutschen Qualitätsmediums welche von Vorturteilen und Hohn über den undisziplinierten,trinkfreudigen Südtiroler mit dseinem starrsinnigen Sonderweg nur so triefte.
Dankbar von nicht wenigen Heimischen aufgegriffen und als Evangelium weitererzählt.

Hätte Südtirol wie D gezählt wäre Südtirol zu keinem Zeitpunkt “als schlechtester deutscher Landkreis” durchgegangen und von wirklich Katastrophenzahlenländern wie Tschechien,Belgien,Portugal weit entfernt geblieben.

Auf Wiedersehen in Südtirol

Soley
Soley
Neuling
23 Tage 14 h

Es gibt so’ne und solche 🤔 ganz absprechen kann man ein gewisses Trinkverhalten wohl nicht, ebenso wie einzelne Feiern nach Sperrstunde.
Leider in der 2. Welle statt die Außengastronomie offen zu lassen, drinnen ‘Bedienung am Tisch’.
Egal in welchem Land, es werden überall Fehler gemacht – auf Seiten derer, die Regeln aufstellen und bei denen, die sie befolgen sollen.

MalEhrlich
MalEhrlich
Neuling
23 Tage 19 h

Es ist alles gut und recht, dass wir trotzdem 
Rot waren,  aber es in die  Europäische Presse  zu schaffen, wie schlimm wir dran sind war nicht nötig!! 

i_bin_a_do
i_bin_a_do
Grünschnabel
23 Tage 19 h

@Faktenchecker
Und in China gibt es sein Beginn der Pandemie nur gut 103.000 Fälle bzw. keine 5.000 Tote…

Staenkerer
23 Tage 5 h

na, jo, mi china tat i ober koan vergleich mochn! i glab nit amoll de hälfte von dem wos insre helben ins derzähln, in de chinesn glab i no wieniger!

Orch-idee
Orch-idee
Grünschnabel
23 Tage 17 h

@kristkindl…weil die LR selber satt hat von der orange-roten Zone… haha

primetime
primetime
Universalgelehrter
23 Tage 4 h

Auch nur weil es die Landesregierung so wollte und sich selber als rote Zone eingestuft hat

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