Absperrung laut Gutachter nicht geeignet

Tödlicher Badeunfall: Eltern wollen Prozess

Mittwoch, 03. März 2021 | 11:52 Uhr

Bozen – Der tödliche Unfall eines vierjährigen Jungen im Bozner Lido im Juli 2020 war ein tragisches Unglück. Zu diesem Schluss ist die Staatsanwaltschaft im Herbst gekommen und hat die Archivierung beantragt. Der Vierjährige war in einem abgesperrten Becken ertrunken.

Wie die Tageszeitung Alto Adige heute berichtet, haben die Eltern des Buben nun Widerspruch dagegen eingelegt. Ihrer Ansicht nach ist für den Unfall jemand mitverantwortlich und sie wollen einen Prozess. Ihr Parteiengutachter war zu dem Schluss gekommen, dass die Absperrung des Beckens zu niedrig und nicht engmaschig genug gewesen sei.

In den kommenden Tagen wird der Untersuchungsrichter darüber befinden, ob der Widerspruch der Eltern angenommen wird und mögliche Verantwortlichkeiten überprüft werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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16 Kommentare auf "Tödlicher Badeunfall: Eltern wollen Prozess"


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Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Traurig traurig, das schlimmste was Eltern passieren kann ein Kind zu verlieren! Trotzdem glaube ich es ist mehr Verantwortung nötig, vielleicht das Handy zu Hause lassen und sich nur auf die Kinder konzentrieren. Möge das Kindl in Frieden ruhen!

Anja
Anja
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

genauso ist es, aber dafür müssten sich die Eltern eingestehen, dass sie selbst verantwortlich sind und das ist um einiges schwerer… so oder so bringt es das Kind nicht zurück

Babba
Babba
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Der erneute Prozess bringt den Eltern ihr Kind leider auch nicht zurück. Ich wünsche ihnen, dass sie bessere Wege finden, um ihre Trauer zu verarbeiten.

Evi
Evi
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Danke für diese gefühls- und respektvolle Aussage.

Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 8 Tage

Bei uns in Südtirol wird alles in Frage gestellt. Was immer auch passiert.
Die Verantwortung wird immer anderen zugeschoben. Aber sich selbst einmal hinterfragen, wieviel man selbst schuld hat geht nicht ?
So traurig es auch ist, bitte kommt zur Ruhe, das jahrelange streiten mach alles nur noch schlimmer .

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Der Tod des Kindes ist schlimm genug, aber durch das Abwälzen der Verantwortung wird es für die Eltern nicht leichter!
Manchmal sollte man die Schuld auch nicht nur bei anderen suchen!

Johannes
Johannes
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Man muss auch manchmal einfach akzeptieren dass schlimme Dinge passieren und keiner Schuld dran hat!

Chrys
Chrys
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Auch ich hab vor 9 Jahren einen 31jaehrigen Sohn mit Herzinfarkt verloren und hätte sicherlich irgendwo eine Mitschuld suchen und vielleicht auch finden können. Was hilft es? Bringt es etwas wenn irgendwer, den ich nicht kenne und wahrscheinlich nie mehr wieder sehen werde, vielleicht in letzter Instanz der Bürgermeister oder der Direktor des Schwimmbades verurteilt wird und vielleicht ein paar Tausender auf meinem Konto landen? Deinen Schmerz wird das alles nicht nehmen, ganz im Gegenteil, es beginnt alles wieder von vorne.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Chyrs, wünsche dir viel Kraft. Stimmt jahrelanges Prozessieren zermürmt noch mehr! Möge dein Sohn ruhen in Frieden.

bedenklich
bedenklich
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Gerechtigkeit spielt meist dann eine Rolle, wenns ums Geld geht.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

bedenklich, ja auch wahr!

Offline
Offline
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Ich verstehe die Trauer und die Verzweiflung der Eltern. Dass durch einen eventuell jahrelang andauernden Rechtsstreit ihre seelischen Wunden besser heilen, glaube ich jedoch nicht. Unglücke geschehen oftmals, ohne dass jemand dafür verantwortlich ist.

nutsch
nutsch
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage
Im Gegensatz du meinen Vorpostern bin ich der Meinung dass solche Vorfälle restlos aufgeklärt werden müssen. Der Eintritt ins Schwimmbad ist nicht kostenlos und für das Geld soll auch für die Sicherheit aller Kinder und Erwachsenen gesorgt werden. Es geht hier auch nicht um das Abwälzen der Schuld sondern darum ob der Schwimmbadbetreiber eine Mitschuld an dem Vorfall hat. Wenn dieser alles richtig gemacht hat, hat er ja nichts zu befürchten. Andernfalls soll er seinen Anteil beitragen, auch als Lehre für seine Kollegen die Sicherheitsmaßnahmen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch denke ich, dass keiner hier persönlich dabei… Weiterlesen »
Offline
Offline
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

@nutsch…natürlich gehört dieser tragische Todesfall vollständig aufgeklärt. Ob es den trauernden Eltern jedoch besser geht, wenn ein Gericht entscheidet, dass sie “nicht allein schuldig” sind, lasse ich mal dahingestellt. Denn weder die Verkehrssicherungspflicht des Schwimmbadbetreibers noch der diensthabenden Badeaufsichten entbinden die Eltern eines 4-jährigen Kindes !!, besonders in einem Bereich mit “offenen Wasserflächen”, nicht von ihrer eigenen Aufsichtspflicht. Auch nur “kurz weggeschaut” ist zwar menschlich und in diesem Fall tragisch, aber rechtlich wohl keine ausreichende Entschuldigung.

primetime
primetime
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Das nimmt amerikanische Verhältnisse an. Kennen sicherlich viele die Geschichte vom Mc Donalds Kaffe oder dem Hamster in der Mikro.
Es ist ein tragischer Verlust, aber man hat hier einfach die Aufsichtspflicht nicht eingehalten. Hier jemand anderem die Schuld zuschieben ist schäbig

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

do wellen iaz a poor wieder mol ausn tod des Kindes profit schlogen… konnsch lei bravo sogen 🙈

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