Zu den gefährlichen Szenen kam es im Koralmtunnel

“Trainsurfer” nach Vorfall in Koralmtunnel ausgeforscht

Mittwoch, 22. Juli 2026 | 17:18 Uhr

Von: importer

Nach einem lebensgefährlichen Vorfall mit “Trainsurfern” am Samstagabend, bei dem drei Personen außen auf einem Zug der Koralmbahn mitgefahren sein sollen, hat die Polizei die Tatverdächtigen ausgeforscht. Ein 19-jähriger Wiener wurde laut Landespolizeidirektion Kärnten bereits befragt. Bei den anderen beiden Verdächtigen handelt es sich um einen 17-Jährigen und einen 20-Jährigen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Klagenfurt einen Bericht der “Kleine Zeitung”.

Ermittelt wird in dem Fall wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Nach Abschluss der Ermittlungen werden die Burschen bei der Staatsanwaltschaft sowie der Bezirkshauptmannschaft Wolfsberg angezeigt, so die Polizei. Weiters werde man ihnen die Kosten für den Polizeieinsatz verrechnen.

Am Samstag hatten gegen 17.30 Uhr Augenzeugen die Polizei verständigt, nachdem am Bahnhof Kühnsdorf mehrere Jugendliche auf das Dach eines bereits in Richtung Graz fahrenden Zuges gestiegen waren. Als eine Polizeistreife den nächsten Bahnhof in St. Paul im Lavanttal erreichte, hatte der Zug diesen bereits passiert, weshalb er im Koralmtunnel in einer Nothaltestelle angehalten wurde. Mitarbeiter der ÖBB beobachteten kurz darauf, wie zwei Jugendliche den Tunnel auf Kärntner Seite verließen. Weil man nicht ausschließen konnte, dass noch jemand im Tunnel war, wurde die Bahnstrecke um 19.25 Uhr in beide Richtungen gesperrt und mit Hilfe der Videoüberwachung und des Sicherheitspersonals abgesucht. Erst gegen 22.00 Uhr konnte die Sperre aufgehoben werden.

Am Dienstag erhielt die Polizei schließlich einen anonymen Hinweis – dadurch und durch die Auswertung der hochauflösenden Videoüberwachung der ÖBB wurde schließlich einer der drei Tatverdächtigen, der 19-jährige Mann aus Wien, ausgeforscht.

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