Hubschrauberabsturz in Kanada

“Überlebende wissen noch nichts von Todesopfern”

Freitag, 26. Januar 2024 | 11:25 Uhr

Bozen/Terrace – Nach dem Hubschrauberabsturz in den Bergen von Terrace in British Columbia in Kanada, bei dem die beiden Südtiroler Unternehmer Heiner Oberrauch junior (29) und Andreas Widmann (35) ums Leben gekommen und drei weitere Südtiroler schwer verletzt wurden, sind die Untersuchungen zur Ursache des Unglücks angelaufen.

Indes berichtet die Zeitung Alto Adige, dass in der Zwischenzeit Familienangehörige der Gruppe in Kanada eingetroffen sind. Den Hinterbliebenen der Todesopfer bleibt die traurige Aufgabe der Identifizierung. Außerdem müssen bürokratischer Verfahren abgewickelt und die Rückführung der Toten in die Heimat organisiert werden. Doch noch immer ist die Bergung der Todesopfer schwierig, da in dem Gebiet schlechtes Wetter herrscht und die Absturzstelle nur sehr schwer zu erreichen ist.

Heliski Northern Escape/Instagram/Alto Adige

Die Verletzten befinden sich unterdessen in spezialisierten Krankenhäusern. Emilio Zierock und Jakob Oberrauch wurden aufgrund der schweren Verletzungen Operationen unterzogen. Sie sind aber ebenso wie Johannes Peer bei Bewusstsein. Man sieht derzeit aber davon ab, sie vom Tod ihrer Freunde und Verwandten zu unterrichten. Laut einem Elternteil der Verletzten wäre das zu früh und würde einen weiteren Schock darstellen. Wie Theo Zierock schildert, habe sein Bruder Emilio keine Erinnerung an den Hubschrauberabsturz. Er denke derzeit noch, dass er einen Unfall beim Skifahren hatte.

Betroffen von den dramatischen Ereignissen sind auch jene Südtiroler, die im zweiten Hubschrauber saßen: Es sind dies Moritz Sanoner, Nikolaus Widmann, der Sohn des Landtagsabgeordneten Thomas Widmann, Marvin Demetz und Alessandro Isotti. Sie stehen ihren verletzten Freunden bei, wie Vater Oswald Demetz, der Eigentümer des Hotel Engel in Gröden, erläutert. Er habe am Dienstagmorgen gegen 6.00 Uhr ein Telefonat von seinem Sohn erhalten: Es sei etwas schlimmes passiert, ihm gehe es aber gut.

Google Maps

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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4 Kommentare auf "“Überlebende wissen noch nichts von Todesopfern”"


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World
World
Superredner
1 Monat 4 Tage

Brauchen wir diese Informationen wirklich?
Das nennt man anderswo Sensations-Journalismus.

redbull
redbull
Tratscher
1 Monat 4 Tage

ich kenne von den leuten jemanden und es ist gut zu wissen, wie es ihnen geht. aber, ja, bei den normalsterblichen wird nich so detailliert berichtet bei reich und schön schon…

Eric73
Eric73
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Das geht doch alles niemanden etwas an

Oma
Oma
Superredner
1 Monat 4 Tage

Obo jetzt wissn sie es.

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