Von: luk
Meran/Sinich – Vor wenigen Tagen hat eine starke Windböe südlich von Sinich, im Bereich gegenüber der übergemeindlichen Kläranlage, eine Pappel zum Umsturz gebracht. Wie die Techniker des Dienstes für Grünflächen und Umwelt der Gemeinde Meran erklären, sind die Bäume auf dem betreffenden, im Gemeindebesitz befindlichen Areal seit Jahren im digitalen Baumkataster erfasst und Teil eines strukturierten Überwachungsprogramms.
„Insbesondere“, erklären der Leiter des Dienstes für Grünflächen und Umwelt Marco Masin und der Techniker Niccolò Fornasini, „wurden die betroffenen Exemplare drei gründlichen Kontrollen durch einen zugelassenen externen Techniker mittels der VTA-Methode (Visual Tree Assessment) unterzogen. Diese fanden im Dezember 2019, im Februar 2022 und im Juli 2024 statt. Die nächste Kontrolle war planmäßig für August 2026 vorgesehen.“
„Das betroffene Exemplar der Schwarzpappel war ein dreistämmiger Baum mit gemeinsamem Stammfuß, der aus technischer Sicht jedoch als drei separate Individuen bewertet wurde. Zum Zeitpunkt der letzten Kontrolle wies er eine gute allgemeine Vitalität auf. Die Bewertungen zeigten enge Ansätze an der Basis sowie Spuren früherer Eingriffe in die Krone. Das Reaktionsholz befand sich sowohl bei Zug- als auch bei Druckbelastung in gutem strukturellem Zustand und zeigte deutliche Anzeichen von Ausdehnung. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sahen die von der Gemeinde beauftragten Techniker keine Notwendigkeit für eine Fällung. Der Einsturz ist auf einen inneren Schaden zurückzuführen, der von außen kaum erkennbar war, da das innere Holz bei den Inspektionen keine offensichtlichen Anzeichen von Verfall aufwies. Die in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen beschränkten sich auf die Pflege der Krone sowie die Entfernung trockener Teile. Diese Arbeiten wurden im Juli 2020 und im November 2021 an allen drei Stämmen von einem Fachbetrieb durchgeführt und sind dokumentiert. Zudem sei daran erinnert, dass andere monumentale Exemplare der Schwarzpappel südlich derselben Parzelle, in der Nähe des Imbissstandes, im Oktober 2025 einer umfassenden Kronenpflege unterzogen wurden. Dabei wurden die am stärksten exponierten Äste zurückgeschnitten – ebenfalls durch Fachpersonal“, erklären Masin und Fornasini.
„Es ist daher offensichtlich“, betont die Umweltreferentin Antonella Costanzo, „dass der Dienst für Grünflächen und Umwelt auch in diesem Fall mit besonderer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit gehandelt hat. Im Übrigen sind weder schriftliche Meldungen noch offizielle telefonische Mitteilungen seitens des Stadtviertelkomitees zu angeblichen Gefährdungssituationen der Bäume eingegangen.“
Was die Maßnahmen nach dem Vorfall betrifft, werden die beiden verbliebenen Stämme gefällt, da sie nach dem Verlust des dritten Stammes mechanischen Belastungen ausgesetzt sind, die nicht mehr ausgeglichen sind. Gleichzeitig wird eine außerordentliche Begutachtung der übrigen Bäume in diesem Bereich eingeleitet, um mögliche weitere Maßnahmen zu prüfen.
„Wir bekräftigen unser beständiges Engagement für den Schutz und die Bewirtschaftung des Baumbestands: 100 Prozent der kommunalen Bäume sind in ein Programm zur regelmäßigen Nachkontrolle eingebunden, das auf national vereinbarten Bewertungsverfahren basiert und auch von zahlreichen anderen Gebietskörperschaften übernommen wurde. Bei der Bewirtschaftung eines so umfangreichen und wertvollen Baumbestands kann ein Nullrisiko nicht garantiert werden. Es ist daher von grundlegender Bedeutung, dass sich alle bei Warnungen vor widrigen Wetterereignissen äußerst vorsichtig verhalten“, bekräftigt Costanzo.




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