3,5 Jahre Freiheitsstrafe

Urteil im Fall Solland Silicon: Ex-CEO verurteilt

Montag, 02. März 2026 | 16:58 Uhr

Von: luk

Bozen/Sinich – Im Zusammenhang mit der Insolvenz des ehemaligen Siliziumwerks in Sinich bei Meran ist der frühere Geschäftsführer Massimo Pugliese wegen betrügerischen Bankrotts verurteilt worden. Das Landesgericht Bozen verhängte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.

Die Staatsanwaltschaft, vertreten durch Axel Bisignano, hatte sechs Jahre Haft gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch mit der Begründung, es liege kein strafbares Verhalten vor.

Bereits 2016 hatte das Landesgericht Bozen den Konkurs des Unternehmens erklärt. In den Folgejahren blieben mehrere Versteigerungen ohne Ergebnis. Erst 2019 kam Bewegung in die Causa: Das Land Südtirol übernahm die Sicherung des Areals, im selben Jahr erhielt die Meraner Firma AI Invest den Zuschlag für 1,75 Millionen Euro. Das Unternehmen verpflichtete sich, die Anlage innerhalb von sieben Jahren abzubauen und das Gelände zu sanieren.

Bezirk: Bozen

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