Von: mk
Bozen – Am 18. April 2026 fand im Blindenzentrum St. Raphael in Bozen die ordentliche Jahreshauptversammlung des Südtiroler Blinden- und Sehbehindertenverbandes ETS-VFG statt. Neben 31 Mitgliedern und Begleitpersonen nahmen auch Freiwillige sowie Mitarbeitende teil.
Unter den Ehrengästen befanden sich Christoph Buratti (Vizepräsident des Gemeinderates von Bozen), Mauro Dallapé und Claudio Signorini (Präsident und Vizepräsident der Trientner Sektion) sowie Vincenzo Massa (nationales Vorstandsmitglied), der per Zoom zugeschaltet war. Ebenfalls anwesend war Dr. Thomas Girotto, dessen Wiederernennung als Kontrollorgan bestätigt wurde. Der Tätigkeitsbericht sowie die Bilanz 2025 wurden einstimmig genehmigt.
Ergebnisse und Engagements im Jahr 2025
Der Verband betreute im Jahr 2025 rund 1.400 sehbehinderte Menschen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl lag bei 691 Personen, wobei es 47 Neueinschreibungen und 44 Todesfälle gab.
Hilfe wurde bei der Anerkennung der Invalidität, der Beantragung finanzieller Leistungen sowie Hilfsmitteln geleistet. Zudem konnten fehlerhafte Rentenberechnungen korrigiert werden.
Ein Schwerpunkt lag auf der beruflichen Ausbildung und Integration, wobei der Zugang zum Arbeitsmarkt für Betroffene weiterhin schwierig bleibt. Einzelne Mitglieder wurden gezielt begleitet, und fehlerhafte Rentenberechnungen konnten korrigiert werden.
Im Bereich Mobilität setzte sich der Verband aktiv für den Abbau architektonischer und digitaler Barrieren ein. Freiwillige unterstützten die Mitglieder im Alltag, auch wenn weiterhin Probleme, insbesondere bei Bus-Durchsagen, bestehen.
Zur Förderung der Gemeinschaft organisierte der Verband verschiedene Freizeit- und Kulturangebote. Dazu gehörten ein Meeraufenthalt mit 47 Teilnehmenden, eine Wanderwoche sowie kulturelle Veranstaltungen wie ein Opernbesuch in Verona. Die Kosten für diese Aktivitäten beliefen sich auf rund 59.700 Euro. Zusätzlich fand eine Weihnachtsfeier mit etwa 130 Teilnehmenden statt.
Der Verband engagierte sich auch stark in der Öffentlichkeitsarbeit. Er informierte über Sehbehinderungen durch Medienbeiträge, Informationsstände und Aktionen wie den „Tag des Sehens“.
Insgesamt leistete der Verband im Jahr 2025 einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung und Integration von blinden und sehbehinderten Menschen, auch wenn weiterhin Herausforderungen bestehen.




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