Urteil des Verwaltungsgerichts - Polemik nach Ciampis Urlaub

Villa Ausserer braucht weiter keine Lizenz

Dienstag, 11. April 2017 | 12:00 Uhr
Update

Kastelruth – Die beschauliche Villa Ausserer in herrlicher Panoramalage in Ratzes oberhalb von Seis am Schlern ist im letzten Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil der inzwischen verstorbene ehemalige Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi einmal mehr seinen Urlaub dort verbracht hatte. Laut dem Bozner Verwaltungsgericht steht nun fest: Die Villa ist eine Militäreinrichtung und fällt nicht unter die Südtiroler Gastgewerbeordnung.

Das herrschaftliche Haus kann damit weiterhin ohne Lizenz Beherbergungen anbieten, da dies laut Gericht dem Wohlergehen des Militärpersonals diene.
Damit ist Schließungsverfügung der Gemeinde Kastelruth von 2016 hinfällig – ebenso wie die Verwaltungsstrafe in Höhe von 960 Euro, die von Bürgermeister Andreas Colli verordnet worden war.

Der Bürgermeister hatte festgestellt, dass die Villa weder um eine Gastgewerbelizenz angesucht noch die Ortstaxe an die Gemeinde entrichtet hatte.
Die Villa müsse laut Gemeinde so wie andere Militär-Hotels im Land auch – etwa die Villa Irma in Toblach, die Baisi-Kaserne in Gossensaß, das Carabinieri-Zentrum in Wolkenstein oder die Meraner Villa Kössler– regulär eine Ortstaxe entrichten.

Weil dies trotz wiederholter Mahnung nicht erfolgte, ordnete der Bürgermeister die Schließung an und verlangte eine Geldbuße von 960 Euro. Dagegen legte das Verteidigungsministerium Rekurs ein und hat nun einen Sieg davongetragen.

Laut Urteil des Verwaltungsgerichts sind die Argumente der Gemeinde Kastelruth deshalb nicht stichhaltig, weil es sich um eine Einrichtung des Militärs handle und Südtirol bei der Staatsverteidigung keine Kompetenz habe. Demnach sei auch die Südtiroler Gastgewerbeordnung nicht anwendbar.

Von: mk

Bezirk: Salten/Schlern

Kommentare

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11 Kommentare auf "Villa Ausserer braucht weiter keine Lizenz"


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Karl
Karl
Tratscher
15 Tage 4 h

So ist das eben wenn man eine  Besatzungsmacht im Haus hat.  Man nimmt sich was  man will und macht damit was man will. Nur eines könnten die Beamten bitte  machen: Entfernt endlich dieses Schild  aus den Gerichtssälen und  erspart euch den Spruch : Im Namen des Volkes.

Staenkerer
14 Tage 18 h

jo, des hobn schun de oltn gwisst:
es gib solche u. solche u. lei bold mehr solche wie solche …!

So ist das
So ist das
Tratscher
15 Tage 2 h

Die Privilegien der Kaste werden nicht angegriffen. Kennt man ja auch in unserem Land.

StreetBob
StreetBob
Grünschnabel
15 Tage 1 h

War a Wunder wenns ondersch ausgongen war….

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
15 Tage 1 h

Ganz ein verwerfliches Benehmen von feinstem …………………….
das Bild passt da bestens dazu.
Diese Taxi sollte eine ordentliche Person aus eigenem Willen bezahlen………
das sagt schon mal alles über diese ………….

passwort
passwort
Grünschnabel
14 Tage 22 h

der ehemalige Stadtpolizist Colli soll sich um Wichtigeres kümmern als um diese läppischen 1000 € Ortstaxe

jagerander
jagerander
Grünschnabel
14 Tage 17 h

wenn Rom will gibs keine Autonomie

IchSageWasIchDenke
14 Tage 16 h

Unsere so genannte “Vollautonomie” wie sie uns von der SVP verkauft wird, dient nur dafür die Süd-Tiroler Bevölkerung ruhig zu stellen, wenn Rom will, ist das nur ein bedeutungsloses Wort!!

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
14 Tage 19 h

@ passwort
es geht ums Prinzip somit ist ihre Bemerkung genau so neben den Schuhen ……….
wenn das os wär dann hätte diese überhaupt kein Gast mehr zu bezahlen.
So ein Sch………. 

Staenkerer
14 Tage 18 h

es gsetzbuach italiens isch wie de bibel od. der koran: man muaß es lei richtig auslegn nor konn man olles tien uuuuu… es stimmts ollm … irgendwie …

Arno
Arno
Grünschnabel
14 Tage 15 h

wieso braucht man überhaupt eine Ortstaxe?
jetzt muss man in den ganzen Land schon überall Parkgebühren bezahlen bei jedem See oder beim Parkplatz wo der Wanderweg startet.

jeder will nur Geld!

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