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Bozen – Der ehrenamtliche Verein „UNSER WALD – IL NOSTRO BOSCO“ sowie mehrere Umweltgruppen äußern sich besorgt über die bereits frühe Wasserknappheit in diesem Jahr. Bereits im Mai wird in manchen Regionen Wasserknappheit spürbar. Für Fachleute ist dies kein Zufall, sondern eine Folge langfristiger Eingriffe in natürliche Ökosysteme. Die Herausforderungen im Umgang mit Wasser dürften sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen.
Laut dem Wasseratlas 2025 der Heinrich-Böll-Stiftung nimmt die globale Verfügbarkeit von Süßwasser weiter ab. Als eine wesentliche Ursache gilt der fortschreitende Verlust von Waldflächen, der die natürlichen Wasserkreisläufe erheblich beeinträchtigt.
Wald als zentrales Element des Wasserkreislaufs
Verschiedene Kampagnen betonen die Rolle des Waldes als wichtigen Klimafaktor und natürlichen Wasserspeicher. Bäume halten Niederschläge im Boden, filtern Wasser, geben es zeitverzögert wieder ab und stabilisieren so den Wasserkreislauf. Gleichzeitig tragen sie zur Abkühlung ihrer Umgebung bei und können Hitzeperioden abmildern. Wird Wald gerodet, gehe nicht nur Lebensraum verloren, sondern auch ein komplexes, natürliches Wassersystem, das technisch kaum zu ersetzen sei.
Technische Lösungen und Grenzen
Technische Speicheranlagen könnten künftig zwar eine ergänzende Rolle spielen, doch dürfe dies nicht zulasten von Naturwald geschehen. Speicherbecken seien nur dort vertretbar, wo keine natürlichen Waldflächen oder Wasserquellen beeinträchtigt werden. Angesichts zunehmender Trockenperioden wird daher vor Eingriffen in bestehende Waldgebiete für solche Projekte gewarnt, da sie das Problem langfristig sogar verschärfen könnten.
Schutz des Waldes als Schutz des Wassers
Mit dem weiteren Rückgang der Gletscher in den Alpen gewinnt der Wald zusätzlich an Bedeutung. Er speichert Wasser, stabilisiert lokale Klimaverhältnisse und wirkt Überhitzung entgegen. Daraus ergibt sich nach Ansicht von Fachleuten und Initiativen eine klare Schlussfolgerung: Der Wald ist eines der wirksamsten und nachhaltigsten Mittel gegen Wasserknappheit und Klimabelastung. Entsprechend müsse er konsequent geschützt werden.
Der Verein „UNSER WALD – IL NOSTRO BOSCO“ betont zudem, dass noch zu wenig Bewusstsein dafür bestehe, dass natürliche Wälder sich selbst mit Wasser versorgen und dieses speichern können, während künstliche Becken in Trockenzeiten leer bleiben können.




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