Von: mk
Eppan – Am vergangenen Wochenende fand im Lanser-Haus in Eppan der jährliche Freiwilligen-Workshop des Weißen Kreuzes statt. Über 40 ehrenamtliche Führungskräfte aus allen Landesteilen kamen zusammen, um sich auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam neue Impulse für die Weiterentwicklung der Freiwilligenarbeit zu setzen. Das Fazit: Trotz gesellschaftlicher Veränderungen ist das ehrenamtliche Engagement lebendiger denn je.
Das Weiße Kreuz hat vor rund 15 Jahren ein eigenes Freiwilligenmanagement eingerichtet und entwickelt seither sein Freiwilligenwesen systematisch weiter. In allen Sektionen sind Freiwilligenkoordinatoren im Einsatz, die sich um die Gewinnung, Begleitung, organisierte Ausbildung und auch um die Verabschiedung der Freiwilligen aus dem Verein kümmern. Über dieses bewährte System werden heute landesweit knapp 4.200 Freiwillige koordiniert und in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen eingesetzt.
„Natürlich bemerkt auch das Weiße Kreuz, dass sich unsere Gesellschaft stark verändert hat und es heute nicht mehr selbstverständlich ist, sich ehrenamtlich zu engagieren. Umso wichtiger ist es, dass sich die Betreuung der Freiwilligen laufend weiterentwickelt und am Puls der Zeit bleibt. Deshalb sind diese Workshops ungemein wichtig: Durch den Praxisaustausch entstehen wertvolle neue Erkenntnisse, von denen wir untereinander profitieren können“, erklärt Präsident Alexander Schmid.
Für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Freiwilligenarbeit spielen auch Daten und Fakten eine zentrale Rolle. Deshalb führt die Vereinsführung alle drei Jahre eine Zufriedenheitsumfrage unter den Freiwilligen durch. Dadurch erhält der Verein wichtige Hinweise darauf, wo Anpassungen und Verbesserungen notwendig sind.
„Auf dieser Grundlage konnten in den vergangenen Jahren wichtige neue Impulse gesetzt werden. So werden theoretische Ausbildungsmodule mittlerweile auch online angeboten, zudem wurde der gesamte Aufnahmeprozess digitalisiert. Durch projektbezogene Freiwilligenarbeit schafft man zudem Möglichkeiten für Menschen, sich auch nur befristet zu engagieren. Kurzum, wir versuchen, dem Ehrenamt so weit wie möglich entgegenzukommen und die gewünschte Flexibilität zu bieten“, so Präsident Alexander Schmid.
Zwar hat die Verweildauer der Freiwilligen in den vergangenen Jahren leicht abgenommen, dennoch bleibt im Durchschnitt jeder Freiwillige rund neun Jahre im Dienst des Weißen Kreuzes. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Freiwilligen weiterhin von Jahr zu Jahr zu. Dadurch ist es dem Verein auch möglich, immer wieder neue Dienstbereiche aufzubauen. „Der größte Anteil unserer Freiwilligen ist aber nach wie vor in unserem Kernbereich Rettungsdienst und Krankentransport tätig. Rund 80 Prozent aller Freiwilligen engagieren sich hier und leisten vor allem durch Nacht-, Feiertags- und Wochenenddienste einen unbezahlbaren Beitrag für die Bevölkerung“, betont Direktor Ivo Bonamico.
Insgesamt leisten die Freiwilligen des Weißen Kreuzes jährlich über eine Million Arbeitsstunden und decken damit weit mehr als 50 Prozent aller Dienste des Vereins ab. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, setzt das Weiße Kreuz weiterhin auf sein bewährtes Freiwilligenmanagement. Denn auch nach 60 Jahren Vereinsgeschichte steht fest, dass der ehrenamtliche Einsatz für die Gemeinschaft nach wie vor gefragt ist.




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