Bericht mit knapp 30 Seiten

Weißes Kreuz stellt sein Nachhaltigkeitskonzept vor

Dienstag, 27. Februar 2024 | 13:56 Uhr

Bozen – Das Weiße Kreuz präsentierte heute Morgen in Zusammenarbeit mit dem Ökoinstitut Südtirol sein neues Nachhaltigkeitskonzept. Über einen Zeitraum von einem Jahr hat eine Arbeitsgruppe intensiv an diesem wichtigen Vorhaben gearbeitet. Nun liegt der Bericht mit knapp 30 Seiten vor – inklusive eines verbindlichen Maßnahmenkataloges.

„Als mitgliederstärkster Verein in Südtirol war es uns ein Anliegen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und unsere Bemühungen im Bereich der Nachhaltigkeit festzuhalten”, erklärte der Präsident des Weißen Kreuzes, Alexander Schmid. Um eine Expertise an der Seite zu haben, holte sich der Landesrettungsverein das Ökoinstitut Südtirol mit an Bord. Die Grundlage für die gewonnenen Erkenntnisse bildete eine gründliche und transparente Untersuchung sämtlicher Abläufe und verfügbarer Verbrauchsdaten im Verein. Das Herzstück dieses Prozesses war aber ein eintägiger Workshop mit über 70 freiwilligen und angestellten Mitarbeitern aus allen Teilen des Landes.

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„Das vorgelegte Konzept ist das Ergebnis unserer Anstrengungen und zeigt das Engagement des Vereins für die zukunftsgerechte Gemeinschaft”, bestätigte der Direktor des Weißen Kreuzes, Ivo Bonamico. Das Konzept, welches kurzfristige und mittelfristige Ziele umfasst, soll dem Vorstand in den kommenden vier Jahren ein Leitfaden sein.

Trotz der jährlich über zehn Millionen Kilometer, die das Weiße Kreuz mit seinen Einsatzfahrzeugen zurücklegt, ist es ein Hauptanliegen des Vereins, den bestehenden ökologischen Fußabdruck zu minimieren. „Rettungsdienst und Krankentransport ist ein relevanter Dienst, hier können wir keine Experimente eingehen. Wir stehen aber im Kontakt mit führenden Industrieunternehmen und werden noch 2024 ein spannendes Pilotprojekt im Bereich Elektromobilität vorstellen“, bestätigt Präsident Alexander Schmid.

Viele der ausgearbeiteten Maßnahmen sind aber auch bereits in Umsetzung „Dazu zählen das bedarfsorientierte Waschen der Dienstkleidung und der Bettwäsche in den Sektionen anstelle der zentralen Wäsche, sowie ein neuer Reinigungszyklus für den Fuhrpark, aktive Regenwassernutzung und die Ausstattung der neuen Sektionsstandorte mit Photovoltaik-Anlagen,“ erklärt Präsident Schmid. „Viele der Vorschläge sind aus unserer Basis gekommen, was dem Konzept einen zusätzlichen Nachdruck verleiht“, betont auch Direktor Bonamico.

Denn die Mitarbeiter stehen auch zukünftig im Mittelpunkt: So ist eine proaktive Gesundheitsförderung für alle Mitarbeiter geplant, ebenso wie eine stärkere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine inklusive Bild- und Wortsprache in der gesamten Kommunikation. Überwacht wird die Umsetzung des Konzeptes durch Nachhaltigkeitskoordinatoren, die sowohl in der Landesleitung des Vereins als auch in den Sektionen installiert werden.

Die anwesende Geschäftsführerin des Ökoinstituts, Sonja Abrate, lobte die verbindlichen Maßnahmen des Weißen Kreuzes und zeigte sich erfreut über das landesweite Engagement des Vereins. Ihrer Meinung nach kann der Landesrettungsverein zukünftig als glaubwürdiger Botschafter für Nachhaltigkeit in Südtirol fungieren.

Als besondere Initiative wurde im Rahmen der Pressekonferenz auch das “Upcycling”-Projekt des Weißen Kreuzes vorgestellt, bei dem ausgemusterte Dienstkleidung des Vereins einen neuen Lebenszyklus erhält. In Zusammenarbeit mit der Sozialgenossenschaft Insieme sowie dem Unternehmen SIGGI Group werden aus der alten Dienstkleidung Zubehör und Artikel für Mitarbeiter und Freunde des Vereins hergestellt.

Von: mk

Bezirk: Bozen