Aktionärskomitee Südtirol fordert mehr Transparenz im Finanzwesen

Weitere Urteile gegen Volksbank: Landesgericht Bozen stärkt Sparer

Dienstag, 17. Februar 2026 | 11:26 Uhr

Von: luk

Bozen – Das Landesgericht Bozen hat im Februar drei weitere Urteile zugunsten von Anlegern gefällt und damit die Zahl der gerichtlichen Entscheidungen gegen die Südtiroler Volksbank auf insgesamt 36 erhöht. Darunter befinden sich 30 Urteile des Landesgerichts sowie sechs Entscheidungen des Oberlandesgericht Trient.

Die Kläger, eine Gruppe von Sparern aus Südtirol, hatten Schadenersatz wegen des Erwerbs von Bankaktien gefordert. Sie wurden von den Rechtsanwälten Massimo Cerniglia, Alessandro Caponi und Roberto Ciammarughi vertreten. Mit den jüngsten Entscheidungen wurde die Bank verpflichtet, insgesamt rund 63.000 Euro an die Anleger zu zahlen.

Nach Auffassung der Richter verstieß die Bank gegen Vorschriften des italienischen Finanzmarktgesetzes sowie gegen Bestimmungen der Aufsichtsbehörde Commissione Nazionale per le Società e la Borsa. Den Sparern seien risikoreiche Wertpapiere verkauft worden, die nicht zu deren Anlegerprofil gepasst hätten. Außerdem sei die Aufklärung über Risiken unzureichend gewesen.

Das Aktionärskomitee Südtirol, das die Fälle öffentlich begleitet, sieht in den Urteilen Auswirkungen auf die Reputation der Bank und fordert mehr Transparenz im Finanzwesen. Dessen Präsident Walther Andreaus erklärte, das Komitee setze sich seit mehreren Jahren für stärkeren Schutz der Sparer ein.

Bezirk: Bozen

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