Carabinieri haben Bande ausgehoben

Welsberg: Gestohlene Reliquienschreine kehren zurück

Dienstag, 29. September 2020 | 13:03 Uhr

Welsberg – Die neapolitanische Carabinieri-Einheit zum Schutz des kulturellen Erbes ist einer kriminellen Organisation auf die Schliche gekommen, die sich auf den Diebstahl von Kunstwerken in Kirchen und anderen religiösen Kultstätten spezialisiert hat. Die Untersuchung wurde von der Staatsanwaltschaft in Neapel geleitet.

Die Bande hatte ihren Sitz in Kampanien und operierte im gesamten Staatsgebiet. Am heutigen Dienstag wird der Kommandant der Carabinieri-Einheit, Major Giampaolo Brasili, dem Pfarrer von Welsberg um 18.00 Uhr in der Kirche zwei vergoldete Reliquiare übergeben. Beide haben eine Höhe von 116 Zentimetern und wurden am 27. Dezember 2010 gestohlen.

Bei dieser Gelegenheit wird der Kommandant außerdem – unter Anwesenheit des Sextner Bürgermeisters Fritz Egarter – zwei Holztürmalereien dem Dekan Andreas Seehauser überreichen. Die Kunstwerke wurden am 26. Dezember 2009 entwendet.

Beide Diebstähle sollen auf das Konto derselben Bande gehen. Die Carabinieri haben 29 Personen identifiziert. Bei vier von ihnen sollen es sich um die eigentlichen Diebe handeln, die den jeweiligen Coup geplant und umgesetzt haben – weshalb die Operation auch „FourFour“ genannt wurde. Bei den anderen handelt es sich um Hehler und Käufer der gestohlenen Kunst.

Der Organisation werden insgesamt 55 Fälle von Kunstdiebstahl vorgeworfen. Viele von ihnen konnten glücklicherweise aufgeklärt werden. Auch die verlorenen Kunstgegenstände wurden vielfach zurückgegeben, wie etwa im Fall des Schatzes von San Donato di Acerna in der Provinz Salerno. Auch in Matera, Potenza und Occhiobello ist die Bande unter anderem aktiv gewesen.

Neben Kunstdiebstahl sollen die Kriminellen auch einen älteren Herren entführt und ausgeraubt haben.

Von: mk

Bezirk: Pustertal

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