Drogen in Bozen sichergestellt

Widerstand gegen Beamte endet mit Abschiebung

Freitag, 13. Februar 2026 | 14:52 Uhr

Von: Ivd

Bozen – Bei einem gezielten Polizeieinsatz im Stadtviertel Don Bosco hat die Staatspolizei am Dienstagabend mehrere Personen kontrolliert, eine Festnahme durchgeführt und Drogen sichergestellt. Auslöser der Aktion waren Hinweise aus der Bevölkerung auf mutmaßlichen Drogenhandel in der Gegend.

Als Beamte der Streifenpolizei zwei Männer kontrollieren wollten, versuchten beide zu fliehen. Einer der beiden konnte jedoch rasch angehalten werden. Da er keine Ausweisdokumente bei sich hatte, wurde der Mann zur weiteren Abklärung in die Quästor gebracht. Dort widersetzte er sich den Maßnahmen, ging auf die Beamten los und verletzte einen Polizisten im Gesicht. Der 23-jährige algerische Staatsbürger wurde daraufhin wegen Widerstands und Körperverletzung gegen einen Amtsträger festgenommen.

Nach der gerichtlichen Anhörung ordnete der Bozner Quästor Giuseppe Ferrari aufgrund des fehlenden Aufenthaltsrechts die Ausweisung des Mannes an. Er wurde in das Rückführungszentrum (CPR) von Gradisca d’Isonzo gebracht, wo er bis zur Abschiebung in sein Herkunftsland verbleibt.

Parallel dazu spürten weitere Polizeikräfte den zweiten flüchtigen Mann in einem Gebäude auf. Dort befand er sich gemeinsam mit einer dritten Person. Beim Eintreffen der Beamten versuchte einer der beiden, ein Päckchen mit rund zehn Gramm Kokain zu entsorgen. In der anschließenden Durchsuchung wurden zusätzlich etwa zwei Gramm Haschisch, Feinwaagen sowie fast 1.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Die beiden Männer – ein 29-jähriger Algerier und ein 20-jähriger Tunesier, beide Asylwerber mit polizeilichen Vorstrafen – wurden wegen Drogenbesitzes zum Zweck des Weiterverkaufs angezeigt. Die Ermittlungen dauern an.

Bezirk: Bozen

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