Von: luk
Meran – In der Nacht auf Dienstag ist es in Meran zu zwei Brandeinsätzen gekommen. Die Freiwillige Feuerwehr Meran war dabei mehrfach gefordert. Mehrere Personen wurden verletzt, ein mutmaßlicher Brandstifter konnte festgenommen werden.
Gegen 1.40 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrparteienhaus alarmiert. Gemeinsam mit der Freiwillige Feuerwehr Untermais und der Freiwillige Feuerwehr Gratsch begann die Feuerwehr umgehend mit der Menschenrettung und Brandbekämpfung.
Beim Eintreffen befand sich noch eine Bewohnerin in der stark verrauchten Wohnung im zweiten Obergeschoss. Atemschutztrupps brachten die Frau auf den Balkon, von wo aus sie über eine Drehleiter gerettet wurde. Sie erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung und wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Das Feuer hatte sich bereits auf das Wohnzimmer ausgedehnt und verursachte erheblichen Schaden. Möbel wurden zerstört, zudem lösten sich Teile von Putz und Ziegeln von der Decke. Zwei in der Wohnung gelagerte Sauerstoffflaschen wurden von den Einsatzkräften ins Freie gebracht und gesichert.
Auch das Treppenhaus war stark verraucht. Vier weitere Bewohner, darunter ein Kind mit Autismus, mussten aus oberen Stockwerken gerettet und medizinisch versorgt werden. Insgesamt wurden fünf Personen ins Krankenhaus eingeliefert. Das Gebäude wurde kontrolliert, vorübergehend evakuiert und anschließend vom Rauch befreit. Die betroffene Wohnung ist unbewohnbar, im Treppenhaus entstand erheblicher Rauchschaden. Nach Abschluss der Maßnahmen konnten die übrigen Bewohner zurückkehren.
Neben den Feuerwehren standen die Carabinieri sowie Rettungsorganisationen im Einsatz, darunter das Weißes Kreuz und das Rotes Kreuz.
Im weiteren Verlauf der Nacht kam es zu einem zweiten Brandeinsatz in einem Mehrparteienhaus in der Goethestraße. Dort soll ein Mann an zwei Wohnungstüren Feuer gelegt haben. Er kalkulierte dabei die Möglichkeit, dass durch sein Handeln Menschen zu Schaden kommen, mit ein.
Die Carabinieri trafen den mutmaßlichen Täter auf frischer Tat an und konnten den Entstehungsbrand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit einem Pulverlöscher eindämmen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde das Gebäude durch die Feuerwehr belüftet und sämtliche Wohnungen kontrolliert. Verletzt wurde in diesem Fall glücklicherweise niemand.
Durch das rasche Eingreifen der Einsatzkräfte konnte in beiden Fällen eine Ausbreitung der Brände verhindert und größerer Schaden vermieden werden.





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