Feuerwehrmänner im Einsatz in Simy Valley in Kalifornien

Zwei verheerende Brände im Süden Kaliforniens

Dienstag, 19. Mai 2026 | 18:14 Uhr

Von: APA/dpa

Im Süden des US-Westküstenstaates Kalifornien wüten gleich zwei verheerende Brände: Nordwestlich von Los Angeles hat sich ein Waldbrand in der Umgebung der Stadt Simi Valley auf eine Fläche von rund 5,5 Quadratkilometern ausgebreitet, wie die Feuerwehr am Montagabend (Ortszeit) mitteilte. Ein Feuer auf der Insel Santa Rosa, vor der Küste Kaliforniens, betrifft laut der Feuerschutzbehörde Cal Fire mittlerweile rund 59 Quadratkilometer.

Beide Feuer waren am Dienstagfrüh Ortszeit weiter nicht eingedämmt. Das sogenannte “Sandy Fire” war am Montagvormittag in den Hügeln oberhalb der Stadt Simi Valley ausgebrochen und wurde von starken Winden rasch angefacht. Mindestens ein Wohnhaus wurde Medienberichten zufolge zerstört. Für mehrere Bezirke gelten Evakuierungsanweisungen und Warnungen. Nach Angaben der Behörden in Medienberichten waren zeitweise rund 29.000 Menschen betroffen, Dienstagfrüh lag die Zahl noch bei etwa 17.000.

Los Angeles bereitet sich vorsorglich vor

Auch für Teile des Los Angeles County, darunter Chatsworth und West Hills, wurden vorsorglich Warnungen ausgesprochen. Der Bürgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, zufolge wird derzeit zwar nicht erwartet, dass die Flammen die Millionenmetropole erreichen. Ressourcen der Feuerwehr seien dennoch vorsorglich in Stellung gebracht worden. Die Wetterbehörde hatte für die Region sogenannte Santa-Ana-Winde vorhergesagt – das sind starke, trockene Winde, die Feuer schnell vorantreiben können. Nach Angaben der Feuerwehr ließen die Böen am Abend etwas nach.

Die Ursache des Feuers wird bisher noch untersucht. Laut US-Medien prüfen Behörden einen Bericht, wonach der Brand möglicherweise ausgelöst wurde, als jemand mit einem Traktor einen Felsen rammte und dadurch Funken entstanden.

Größter Brand in der modernen Geschichte der Insel

Das Feuer auf der Insel Santa Rosa vor der Küste Kaliforniens gilt nach Angaben der “Los Angeles Times” als größter dokumentierter Brand in der modernen Geschichte der Insel. Die bei Campern und Wanderern beliebte Insel gehört zum Channel-Islands-Nationalpark und ist für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bekannt.

Nach Angaben der US-Küstenwache in US-Medien könnte der Brand durch die Signalraketen eines gestrandeten Seglers ausgelöst worden sein. Der 67-Jährige war nach einem Bootsunglück auf der Insel gestrandet und später per Hubschrauber gerettet worden.

Folgenschwere Großfeuer im Vorjahr

Zwei folgenschwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten zu Beginn des vorigen Jahres in Kalifornien mehr als 16.000 Gebäude zerstört und 31 Menschen das Leben gekostet. Starke Winde führten damals dazu, dass die Flammen sich schnell ausbreiteten. Die Feuerwehr war wochenlang im Einsatz, um die Brände einzudämmen.

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