Papst Leo XIV. feiert Osternacht im Petersdom

Appell gegen Krieg, Angst und gesellschaftliche Spaltung

Sonntag, 05. April 2026 | 08:16 Uhr

Von: fra

Rom – Papst Leo XIV. hat erstmals die Osternachtsmesse im Petersdom geleitet. Die Feier begann traditionell in der dunklen Basilika mit der Segnung des Osterfeuers und dem Entzünden der Osterkerze, deren Licht anschließend unter den Gläubigen weitergegeben wurde.

In seiner Predigt stellte das Kirchenoberhaupt die Auferstehung Jesu in den Mittelpunkt und bezeichnete sie als Zeichen der Hoffnung. Zugleich hob er hervor, dass die Liebe Gottes stärker sei als das Böse, und rief dazu auf, diese Botschaft im Alltag weiterzutragen. Während der Liturgie spendete der Papst zudem zehn Menschen aus verschiedenen Ländern die Taufe.

Darüber hinaus richtete Leo XIV. einen eindringlichen Appell an die Gläubigen. Er warnte davor, sich von Angst, Misstrauen oder Egoismus leiten zu lassen, und betonte die Bedeutung des Zusammenhalts. Kriege, Ungerechtigkeit und Abschottung dürften die Beziehungen zwischen Menschen und Nationen nicht zerstören.

Mit Bezug auf die Auferstehungsgeschichte aus dem Matthäusevangelium sprach der Papst von “Gräbern”, die auch heute sinnbildlich geöffnet werden müssten. Gemeint seien damit persönliche und gesellschaftliche Hindernisse, die überwunden werden sollten, um Frieden und Eintracht zu fördern.

Im weiteren Verlauf der Osterfeierlichkeiten wird der Papst die Ostermesse auf dem Petersplatz leiten und den traditionellen Segen “Urbi et Orbi” spenden. Zu diesem Anlass werden zehntausende Gläubige erwartet.

Kommentare

Aktuell sind 9 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen