Provinz Trient legt 2,3 Mio. Euro für die "Casa della Trota" hin

Bekannter Gardasee-Ruine wird neues Leben eingehaucht

Samstag, 11. Juli 2026 | 11:15 Uhr

Von: luk

Gardasee – Bei einer seit Jahren verfallenen Bauruine an der Mündung des Ponale-Bachs am nordwestlichen Gardasee kommt Bewegung ins Spiel.

Die Trentiner Landesregierung hat am Freitag beschlossen, den Gebäudekomplex “Casa della Trota” für 2,3 Millionen Euro zu erwerben und das Areal umfassend aufzuwerten.

Provinz Trient

Das ehemalige Restaurant ist direkt in die Felswand oberhalb des Sees gebaut worden. Dahinter verläuft direkt der Tunnel der Gardesana.

Wie Landeshauptmann Maurizio Fugatti erklärte, soll damit nicht nur die landschaftliche Qualität eines der schönsten Abschnitte des nördlichen Gardasees wiederhergestellt, sondern auch der historische Zugang ins Ledrotal über den Ponale aufgewertet werden.

Geplant ist, später errichtete, inzwischen baufällige Gebäudeteile abzureißen und den ursprünglichen Kern des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert zu erhalten. Außerdem sollen die Felswand gesichert und der alte Verbindungsweg zwischen dem See und der historischen Ponale-Route wieder zugänglich gemacht werden.

Die Übernahme bringt laut der Provinz Trient auch Vorteile für den Bau der Gardasee-Radroute. Statt eines ursprünglich geplanten und teuren Tunnelabschnitts soll nun ein rund 300 Meter langer Streckenabschnitt direkt entlang des Sees entstehen. Nach Angaben der Provinz ist diese Lösung sowohl technisch als auch wirtschaftlich günstiger.

Das Projekt ist Teil des laufenden Ausbaus der Gardasee-Radroute. Erst vor Kurzem wurde der Abschnitt zwischen Riva del Garda und Torbole eröffnet, im Oktober sollen die Arbeiten an einem weiteren Teilstück nach Ende der Tourismussaison beginnen.

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