Zunehmende Respektlosigkeit für ehrenamtliche Arbeit in den Bergen

Biwakhütte in den Dolomiten erneut Ziel von Vandalismus

Montag, 08. Juni 2026 | 16:58 Uhr

Von: red

Val di Zoldo – Der CAI Val di Zoldo im Belluno, die lokale Ortsgruppe des italienischen Alpenvereins im Dolomiten-Gebiet – berichtet in einem Facebook-Beitrag über die erneute Sachbeschädigung des Bergbiwaks „Baita Angelini“ und die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber den Bergen und der ehrenamtlichen Arbeit vieler Freiwilliger.

Es sei nicht das erste Mal, dass das Biwak verwüstet vorgefunden werde – zwischen Müllsäcken, verbrannten Materialien und beschädigter Ausrüstung, darunter Werkzeuggriffe und Teile der Einrichtung.

„Oft werden die Biwakplätze, die als Notunterkünfte gedacht sind, fälschlicherweise als einfacher Treffpunkt für Grillabende und gesellige Momente benutzt, was dazu führt, dass die Anlage in einem inakzeptablen Zustand zurückgelassen wird“, erklären die Vertreter vom CAI.

Respektlosigkeit gegenüber der Arbeit der Freiwilligen

Der CAI betont ebenso das bestehende Risiko, „dass wiederholtes unverantwortliches Verhalten die Motivation derjenigen beeinträchtigt, die sich seit Jahren mit Leidenschaft für die Instandhaltung und den Schutz dieser Anlagen und des Gebiets einsetzen.“

„Alles, was der CAI in den Bergen aufbaut, instand hält und der Allgemeinheit zur Verfügung stellt, ist das Ergebnis der Arbeit von Freiwilligen, die Zeit, Energie und persönliche Ressourcen für das Gemeinwohl einsetzen, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten.“

Jeder sollte daher solche Orte nicht nur mit Respekt behandeln, sondern dementsprechend damit umgehen und es „mindestens in dem Zustand hinterlassen, in dem er es bei seiner Ankunft vorgefunden hat – wenn nicht sogar in einem besseren“.

Der Beitrag vom CAI Val di Zoldo erscheint als ein Aufruf an die Gemeinschaft, das eigene Verhalten zu hinterfragen und mehr Achtung gegenüber einer Realität aufzubringen, die oft im Hintergrund bleibt, hinter der jedoch viel Einsatz und Verantwortung von Menschen stehen, die tagtäglich im alpinen Raum leben.

„Der Respekt vor den Bergen zeigt sich nicht in Worten, sondern im Verhalten. Jeder ist für die Spuren verantwortlich, die er hinterlässt“, heißt es abschließend im Facebook-Beitrag von CAI Val di Zoldo.

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