Skandal in Ligurien

Dank falscher Diagnose zum Gratisbusen

Donnerstag, 04. August 2016 | 08:25 Uhr

Pietra Ligure/Ligurien – Ein ganz besonders übler Betrug wurde von der Finanzpolizei im Krankenhaus „Santa Corona“ von Pietra Ligure in Ligurien aufgedeckt.
Mithilfe von Chirurgen und anderen Bediensteten gelang es Frauen einen Brusttumor vorzutäuschen, um sich somit auf Kosten der Allgemeinheit einen neuen, größeren und schöneren Busen zulegen zu können.

Laut ersten Ermittlungsergebnissen soll die Anzahl der verdächtigen Fälle mehr als Hundert betragen. Die Chirurgen und die anderen in dem Skandal verwickelten Krankenhausbediensteten müssen sich nun wegen Betrugs, Fälschung und Veruntreuung im Amt, wobei der Schaden für die Allgemeinheit bisher 600.000 Euro betragen soll, vor dem Richter verantworten.

Neben den Ärzten wurden auch die „falschen Patientinnen“ wegen Beihilfe und Mittäterschaft zum Betrug angezeigt, weil davon auszugehen ist, dass ihnen ihr wahrer Gesundheitszustand sehr wohl bekannt war.

Das Betrugssystem war sehr ausgeklügelt: Die „falschen Patientinnen“, welche fast alle wohlhabende und gesunde zwischen 40 und 50 Jahre alte Frauen waren, sprachen sich mit den Ärzten ab, die dann in den Krankenakten real nicht vorhandene Tumoren und andere Krankheitsbilder eintrugen. Dabei wurden die sonst notwendigen Untersuchungen nicht angefügt.

Dank der gefälschten Diagnosen und Krankenakten konnten die „falschen Patientinnen“ im öffentlichen Krankenhaus und auf Spesen der Allgemeinheit operiert werden, und verließen den OP-Saal mit einem neuen, schönen und größeren Busen. Nach der OP sollen die Chirurgen von den Frauen direkt oder über einflussreiche Familien mit Gefälligkeiten belohnt worden sein.

Laut den Ermittlungen soll der Betrug schon seit geraumer Zeit bestanden haben und ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen und unter den Augen aller vor sich gegangen sein.
Aufgedeckt und ins Rollen gebracht wurde er letztendlich durch die Hinweise echter Patienten, die von „Vorfahrtspuren“ für gewisse Patientinnen und Krankenhausbedienstete berichteten.

Von: ka

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