Von: luk
Trient – In Trient steht eine umstrittene Entscheidung bevor: Der Gemeinderat will über die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft für Benito Mussolini abstimmen. Die Auszeichnung stammt aus dem Jahr 1924 und wurde während der faschistischen Diktatur verliehen.
Die Mitte-Links-Mehrheit im Gemeinderat befürwortet die Aberkennung, benötigt dafür jedoch eine Vier-Fünftel-Mehrheit. Diese gilt als schwer erreichbar, da rechte Parteien Widerstand angekündigt haben oder sich enthalten wollen. Die Abstimmung soll geheim erfolgen.
Während Befürworter argumentieren, eine demokratische Stadt dürfe einen Diktator nicht ehren, sprechen Kritiker von einer rein symbolischen Maßnahme und warnen vor einer „Umschreibung der Geschichte“.
Auch in Südtirol wird die Debatte aufmerksam verfolgt, da die Folgen der faschistischen Politik in der Region bis heute nachwirken. Ähnliche Diskussionen über den Umgang mit Relikten aus der Faschismuszeit gibt es auch in anderen italienischen Gemeinden.




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