Maria Sole wäre ansonsten erfroren – Finder will sie adoptieren – VIDEO

Die gute Nachricht: Findelkind rechtzeitig entdeckt

Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 07:17 Uhr

Villa Literno/Caserta/Kampanien – Eine ganz besondere Entdeckung machte der 50-jähriger Inhaber eines Obst- und Gemüsegeschäftes in Villa Literno in der Provinz Caserta in Kampanien. Als er frühmorgens seinen Laden öffnen wollte, fand er vor seinem Geschäft ein kleines Findelkind, das erst kurze Zeit vorher dort abgelegt worden war. Das Neugeborene – ein kleines Mädchen – befand sich in einer Kartonschachtel und war in einer kleinen Decke eingewickelt.

Sogleich rief der Gemüsehändler die Carabinieri um Hilfe. Diese trafen kurz darauf ein und kümmerten sich um die Kleine. Da wegen der herrschenden Kälte das kleine Mädchen bereits blau angelaufen war, warteten die Carabinieribeamten nicht auf das Eintreffen des Rettungswagens, sondern brachten das Baby selbst sofort in das Krankenhaus Pineta Grande von Castel Volturno. Dort übergaben sie es den Ärzten der Neugeborenenmedizin. Laut Angaben der Mediziner ist das kleine Mädchen, dessen Nabelschnur nur notdürftig mit einem Schnürsenkel abgebunden worden war, wohlauf, wobei auch Größe und Gewicht – das Mädchen ist 52 Zentimeter lang und über drei Kilogramm schwer – in der Norm liegen. Eine erste Schätzung ergab, dass das Alter des in der Abteilung auf dem Namen Maria Sole getauften hellhäutigen Mädchens zwischen 48 und 72 Stunden liegen dürfte.

 

Derweil beschäftigen sich Polizei und Carabinieri mit der Suche nach jener Person, die das kleine Baby auf dem Gehsteig vor dem Gemüsegeschäft zurückgelassen hatte. Dabei wollen die Beamten auch die Aufnahmen aller öffentlichen und privaten Überwachungskameras der Umgebung auswerten. Sicher ist, dass die kleine Maria Sole erst kurz vor der Öffnung des Geschäfts ausgesetzt worden war, weil das Baby wegen der frühmorgendlichen Kälte ansonsten erfroren wäre.

In Villa Literno selbst handelt sich bei Maria Sole nicht um den ersten Fall von Kindesaussetzung. Bereits im April 2015 war ein kleines Mädchen, das später auf den Namen Emanuela getauft worden war, von einem Straßenfeger gefunden worden. Obwohl eine Überwachungskamera ein Bild von der vermutlichen Mutter – eine Frau, die ihr Gesicht bedeckt hielt – geschossen hatte, konnte die Person nie ausfindig gemacht werden.

Emotional tief berührt zeigt sich hingegen der 50-jährige Obsthändler Nicola Ucciero, der die kleine Maria Sole gefunden hatte: „Es war sehr bewegend, sie zu finden. Zum Glück sind wir noch rechtzeitig gekommen. Jetzt würde es mir gefallen, sie zu adoptieren.“

 

 

Von: ka

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