Auch Arbeit schützt nicht immer vor Armut

Umfrage: Drei von zehn Italienern geht es schlechter als vor einem Jahr

Sonntag, 16. Juli 2017 | 09:28 Uhr

Rom – Laut einer von der Fondazione Di Vittorio-Cgil e Tecnè in Auftrag gegebenen Umfrage sehen sich 32 Prozent der Italiener in ihrer wirtschaftlichen Situation schlechter gestellt als noch vor einem Jahr, 24 Prozent fühlen sich materiell unsicherer. Das Fazit: Die Schere zwischen arm und reich wird größer und auch ein Arbeitsplatz schützt einen nicht mehr unbedingt vor dem Armutsrisiko.

Immerhin 62 Prozent jener in der übersetzt “Vertrauen in die Wirtschaft, Ungleichheit und soziale Unischerheit” (Fiducia economica, diseguaglianze e vulnerabilità sociale) betitelten Studie befragten Italiener befanden, ihre Situation hätte sich in den letzten zwölf Monaten nicht großartig verändert. Nur Sechs Prozent konnten von sich behaupten, materiell besser da zu stehen als im Frühjahr 2016.

Zumindest in ihrer eigenen Wahrnehmung ist also bei den Betroffenen noch nichts von der jüngsten Verbesserung einiger makroökonimischer Parameter, wie dem Rückgang der Arbeitslosigkeit, zu spüren. Auch den kommenden Monaten sehen die Italiener nicht mit Zuversicht entgegen, 20 Prozent befürchten, die Situation würde sich noch weiter verschlechtern. Nur zehn Prozent üben sich in Optimismus und glauben, der Trend gehe langsam nach oben.

Istat: Fünf Millionen leben in absoluter Armut

Analysen des Nationalen Statistikinstituts (Istat) zufolge lebten im Jahr 2016 schätzungsweise 4.742.000 Italiener in “absoluter Armut”, dies betreffe 1,6 Millionen Familien. Vor Beginn der Finanzkrise waren im Jahre 2007 noch lediglich zwei Millionen Bürger von Armut betroffen. Die als “absolut” bezeichnete Armutsschwelle wird nach Parametern wie Verbraucherpreise, Familiengröße, Alter der Familienmitglieder sowie geografische Lage unterschiedlich berechnet. Als absolut arm gilt eine Familie demzufolge dann, wenn ihre monatlichen Ausgaben unter jenem monetären Richtwert liegt.

 

 

Von: mho

Kommentare

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10 Kommentare auf "Umfrage: Drei von zehn Italienern geht es schlechter als vor einem Jahr"


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bedenklich
bedenklich
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

besser in asylanten investieren, als in die eigenen leute…. ich glaube mit trump wären wir besser bedient als mit renzi und co

peterle
peterle
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Renzi wird noch sein rechtes Wunder erleben. Nur weiter mit seinen linkslastigen Politiklügen.

So ist das
So ist das
Superredner
1 Monat 6 Tage

Diese erschreckenden Nachrichten kommen bei den Politikern nicht an und gehen leider unter wegen dem alles beherrschenden Thema Migranten und den dafür notwendigen Ausgaben.
Man fragt sich, wer sich bald um die arbeitenden Steuerzahler kümmern wird.

Burgltreiber
Burgltreiber
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Der Wohlstand macht den Menschen arm!

lupo990
lupo990
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Was für ein Wohlstand.?????

Sag mal
Sag mal
Superredner
1 Monat 6 Tage

@lupo990 durch die Korruption werden Reiche immer reicher und Arme immer ärmer.Mittelstand rutscht oftmals bis ins Lebensminimum :sprich EURO 500 monatlich.Davon soll ein Südtiroler im überteuerten Südtirol dann schauen wie Er “lebt”.

00
00
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Die gesellschaftlichen Aufsteiger sind die Geldpatrioten und Vorschusskassierer.
Eva und Pius geht es letzthin besser.

lupo990
lupo990
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Der Renzi sog durchaus es geht aufwärts und in olle geahst gut…..
Wir werdn olle nou Augn mochn…

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

Dank der unfähigen Regierung Renzi sind wir da gelandet wo wir jetzt leider sind,schöne Grüsse auch an die SVP,die diesen Schwätzer unterstützt!!!

Paul
Paul
Tratscher
30 Tage 21 h

es wird noch schlimmer kommen…die Saat derzeitiger Einwanderungspolitik füren derzeit schon zu enormen Recht ,Sicherheit aber vor allem in der disskriminierenden Sozialpolitik zu Spannungen und werden uns erst in 10 bis 20 Jahren uns hart treffen .Den EU Politikern ist das SCHEISEGAL ..

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