Personal Trainer gesteht Mord an 39-jähriger Mutter

Erschlagen, erstickt und in den Kanal geworfen

Freitag, 12. Oktober 2018 | 08:15 Uhr

Fiumicino – Nachdem sich die Indizien gegen ihn immer mehr verdichtet hatten, gestand am Donnerstag ein 56-jähriger Angestellter eines Fitnessstudios den brutalen Mord an einer 39-jährigen Frau. Im Verhör gab der geständige Mörder an, die 39-Jährige, deren Personal Trainer und Geliebter er gewesen war, in einem Anfall von Zorn getötet zu haben.

ANSA/Facebook/Daniele Silvestri/Maria Tanina Momilia

Als seine Frau, die 39-jährige Maria Tanina Momilia, am Sonntagvormittag von ihrem Besuch im Fitnesscenter nicht nach Hause zurückgekehrt war, schlug ihr Ehemann Alarm und gab eine Vermisstenanzeige auf. Zudem bat er über einen Appell auf Facebook seine Mitbürger von Fiumicino, einer Kleinstadt an der tyrrhenischen Küste in der Nähe von Rom, ihn bei der Suche nach seiner Frau zu unterstützen. Als aber am Montagvormittag zwei Arbeiter des lokalen Bonifizierungskonsortiums in einem Entwässerungsgraben eine Frauenleiche entdeckten, wurde es zur schrecklichen Gewissheit, dass die 39-jährige Mutter von zwei Kindern tot war. Erste Untersuchungen am Fundort ergaben, dass Maria Tanina Momilia einem Verbrechen zum Opfer gefallen war.

Die später im Krankenhaus Gemelli von Rom durchgeführte Autopsie bestätigte die Untersuchungen am Tatort. Die 39-Jährige war mit einem schweren Gegenstand erschlagen worden. Außerdem stellten die Pathologen fest, dass der Täter versucht hatte, die Frau zu ersticken, was zu einem von den Ermittlern vermuteten, schweren Streit passen würde. Inzwischen begann die Polizei das Leben der Ermordeten, die als Verkäuferin in einem Kinderwagenfachgeschäft der Kleinstadt gearbeitet hatte, zu durchstöbern. Bald geriet ein 56-jähriger Angestellter des in der Nähe der Familienwohnung befindlichen Fitnesscenters, Andrea De Filippis, ins Visier der Ermittler. Maria Tanina Momilia besuchte regelmäßig das Fitnesscenter und nahm beim 56-Jährigen auch Privatstunden, die zu einem Selbstverteidigungskurs gehörten. Auch am Sonntagmorgen verließ Maria Tanina Momilia ihre Wohnung, um das Fitnesszentrum für eine Privatstunde mit Andrea De Filippis aufzusuchen. Aber da war noch mehr. Zwischen den beiden, so der Verdacht der Polizei, soll auch ein Liebesverhältnis bestanden haben.

ANSA/DARIO NOTTOLA

Bald konzentrierten sich alle Ermittlungen auf den 56-Jährigen, der Maria Tanina Momilia als Letzter lebend gesehen hatte, und auf das Fitnesscenter. Im Verhör bestritt Andrea De Filippis, mit dem Mord etwas zu tun zu haben. Aber mit den Stunden wurden die den 56-Jährigen belastenden Indizien immer zahlreicher. Der Spurensicherungseinheit gelang es, im Inneren des Fitnesscenters Blutspuren nachzuweisen. Weiteres biologisches Material fanden die Spezialisten auf einer Matte. In der Folge untersuchten die Polizisten auch die Wohnung, das Fahrzeug und – auf der Suche nach auf Maria Tanina Momilia zurückführbare Spuren – sogar die Fingernägel von Andrea De Filippis. Die Ermittler kamen zur Ansicht, dass die 39-Jährige im Fitnesscenter ermordet und in der Nacht auf Montag in den Entwässerungsgraben geworfen worden war.

ANSA

Am Donnerstag hielt Andrea De Filippis offenbar den Fahndungsdruck nicht mehr aus. Nachdem er sich mit seinem Anwalt beraten hatte, begab er sich zur Polizei und gestand den Mord an der 39-jährigen Mutter von zwei Söhnen. In einem ersten Verhör gab der geständige Mörder an, die 39-Jährige in einem Anfall von Zorn erschlagen zu haben. Er wurde festgenommen und zu weiteren Verhören in die Polizeidienststelle von Ostia gebracht.

Fiumicino selbst steht unter Schock. Freundinnen von Maria Tanina Momilia tapezieren die halbe Stadt mit lila Schleifen, der Lieblingsfarbe der 39-jährigen Verkäuferin.

Von: ka

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